Deutsche Tageszeitung - Nordkoreas Parlament ernennt Machthaber Kim erneut zum Präsidenten

Nordkoreas Parlament ernennt Machthaber Kim erneut zum Präsidenten


Nordkoreas Parlament ernennt Machthaber Kim erneut zum Präsidenten
Nordkoreas Parlament ernennt Machthaber Kim erneut zum Präsidenten / Foto: © AFP/Archiv

Nordkoreas Machthaber Kim Jong Un ist von dem Parlament des seit Jahrzehnten von seiner Familie regierten Landes zum Präsidenten für Staatsangelegenheiten wieder ernannt worden. Kims Wiederwahl in das "höchste Amt" spiegele "den einstimmigen Willen und Wunsch des gesamten koreanischen Volkes" wider, berichtete die nordkoreanische staatliche Nachrichtenagentur KCNA am Montag.

Textgröße ändern:

Von KCNA veröffentlichte Fotos zeigen Kim in einem Anzug, flankiert von Spitzenfunktionären und vor zwei riesigen Statuen seines Vaters Kim Jong Il und seines Großvaters Kim Il Sung sitzend.

Beobachtern zufolge war der Ausgang der Wahl bereits im Voraus bestimmt und diente dazu, der Staatsführung einen Anschein demokratischer Legitimität zu geben. Die Wahl sei ein "hochgradig durchchoreografiertes Ereignis mit einem im Voraus feststehenden Ergebnis", sagte Lee Ho Ryung vom Korea Institute for Defense Analyses. Die Führung in Pjöngjang inszeniere solche Veranstaltungen, "um ein Verfahren vorzuführen und damit politische Legitimität zu erlangen", sagte sie. "Aber niemand glaubt, dass ein anderes Ergebnis dabei herauskommen könnte."

Vor knapp einer Woche war die Oberste Volksversammlung Nordkoreas neu gewählt worden. Nordkoreaner ab 17 Jahren hatten die Möglichkeit, die von der herrschenden Partei vorgelegten Kandidaten zu billigen oder abzulehnen. KCNA zufolge wurden die Kandidaten mit 99,93 Prozent Ja-Stimmen und 0,07 Prozent Nein-Stimmen bestätigt. Die Wahlbeteiligung lag demnach bei 99,99 Prozent.

(A.Stefanowych--DTZ)

Empfohlen

Zweimal 36 Millionen Pfund: Rechtspopulistische Partei Reform UK erhält Doppel-Rekordspende

Die Partei Reform UK des britischen Rechtspopulisten Nigel Farage hat von zwei Krypto-Unternehmern Parteispenden in Höhe von je 36 Millionen Pfund (rund 42 Millionen Euro) erhalten. Der Unternehmer Christopher Harborne begründete seine Spende laut einem Bericht des "Daily Telegraph" vom Samstag damit, dass die Partei "mehr Geld benötige, als allein durch die Beiträge" ihrer Mitglieder aufgebracht werden könne, um eine Infrastruktur aufzubauen, die es mit den großen Parteien - Labour und Tories - aufnehmen könne.

Zehntausende Menschen protestieren bundesweit gegen Rechtsextremismus und AfD

Eine Woche nach dem Wahlsieg der AfD in Sachsen-Anhalt haben in Deutschland zehntausende Menschen gegen Rechtsextremismus protestiert. Wie die Kampagnenplattform Campact mitteilte, nahmen am Samstag an Kundgebungen in rund 20 Städten insgesamt fast 150.000 Menschen teil.

Brics-Staaten rufen zu "maximaler Zurückhaltung" in Golfregion auf

Die elf Mitgliedstaaten der sogenannten Brics-Gruppe haben bei einem Gipfel in Indien zu "maximaler Zurückhaltung" in der Golfregion aufgerufen. "Wir bringen unsere tiefe Besorgnis angesichts der anhaltenden Eskalation der Spannungen im Mittleren Osten/in Westasien zum Ausdruck", hieß es in einer am Samstag in Neu Delhi veröffentlichten gemeinsamen Erklärung. An dem zweitägigen Gipfeltreffen nehmen unter anderem Russlands Präsident Wladimir Putin sowie seine Amtskollegen aus dem Iran und China, Massud Peseschkian und Xi Jinping, teil.

US-Präsident Trump irritiert bei Besuch in Irland mit Aussage zu Wiedervereinigung

US-Präsident Donald Trump hat bei einem Besuch in Dublin mit Aussagen zu einem wiedervereinigten Irland für Irritationen gesorgt. Nach einem Treffen mit dem irischen Regierungschef Micheal Martin nannte er am Samstag eine Wiedervereinigung der Republik Irland mit dem zum Vereinigten Königreich gehörenden Nordirland "eine großartige Sache". Die USA hatten zu dieser Frage bislang immer eine neutrale Position eingenommen.

Textgröße ändern: