Deutsche Tageszeitung - AfD-Spitze zieht Ausschlussantrag gegen Jugend-Funktionär Dorow zurück

AfD-Spitze zieht Ausschlussantrag gegen Jugend-Funktionär Dorow zurück


AfD-Spitze zieht Ausschlussantrag gegen Jugend-Funktionär Dorow zurück
AfD-Spitze zieht Ausschlussantrag gegen Jugend-Funktionär Dorow zurück / Foto: © AFP/Archiv

Die AfD-Bundesspitze hat das Parteiausschlussverfahren gegen den Jugend-Funktionär Kevin Dorow zurückgezogen. Der Entscheidung des Bundesvorstands war nach Angaben eines Parteisprechers eine Vereinbarung mit dem 27-Jährigen vorangegangen, dem eine Nähe zu nationalsozialistischem Gedankengut vorgeworfen wird. Dorow trete von allen Parteiämtern zurück und werde mit einer zweijährigen Ämtersperre belegt, sagte der AfD-Sprecher am Dienstag der Nachrichtenagentur AFP. "Im Gegenzug zieht der Bundesvorstand das Ausschlussverfahren zurück."

Textgröße ändern:

Dorow sagte der "Welt", er sei "von allen Ämtern in Partei und Jugendorganisation zurückgetreten", um diesen Kompromiss zu ermöglichen. Dorow war bislang Beisitzer im Bundesvorstand der Generation Deutschland, Beisitzer im schleswig-holsteinischen Landesvorstand der AfD sowie Vize-Fraktionschef im Kreistag Rendsburg-Eckernförde.

Der Bundesvorsitzende der AfD-Nachwuchsorganisation Generation Deutschland, Jean-Pascal Hohm, zeigte sich gegenüber der "Welt" nicht vollständig zufrieden: "Ich hätte mir eine vollständige Rücknahme der Parteiordnungsmaßnahme gewünscht, da ich sie nach wie vor für sachlich überzogen halte."

In dem ursprünglichen Ausschlussantrag, aus dem die Zeitung zitierte, hatte der AfD-Bundesvorstand schwere Vorwürfe gegen Dorow erhoben. Äußerungen von Dorow legten demnach "jedenfalls in ihrer Gesamtheit offensichtlich eine Nähe zum Nationalsozialismus" nahe. Die AfD wolle aber nicht mit "den Nationalsozialismus gutheißenden Einstellungen" in Verbindung gebracht werden.

(L.Svenson--DTZ)

Empfohlen

Neue Runde von libanesisch-israelischen Gesprächen beginnt in Rom

In der italienischen Hauptstadt Rom findet am Dienstag eine neue Runde von Gesprächen zwischen Vertretern Israels und des Libanon statt. Nach Angaben aus Beirut beginnen die zweitägigen Verhandlungen um 10.00 Uhr. Israel und der Libanon hatten sich Ende Juni unter Vermittlung der USA auf ein Rahmenabkommen geeinigt, das den Weg für ein endgültiges Friedensabkommen zwischen den beiden Nachbarländern ebnen soll.

Merz und weitere Staats- und Regierungschefs bei Militärparade in Paris

Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) und zwei Dutzend weitere Staats- und Regierungschefs sollen am Dienstag in Paris der Militärparade zum französischen Nationalfeiertag beiwohnen. Frankreichs Präsident Emmanuel Macron hatte die Spitzenvertreter der Partnerländer in der Pro-Ukraine-Koalition zu den Feierlichkeiten am 14. Juli eingeladen. Etwa 500 Soldaten aus Ländern, die zur sogenannten Koalition der Willigen zählen, sollen bei der Parade mitmarschieren.

Großbritannien: Burnham uneinholbar vorne in Verfahren um Starmer-Nachfolge

Im Verfahren um die Nachfolge des britischen Labour-Chefs und Premierministers Keir Starmer hat Andy Burnham sich die Unterstützung von weiteren Labour-Abgeordneten und damit einen uneinholbaren Vorsprung im Führungsrennen gesichert. Der weiterhin einzige Kandidat um die Nachfolge Starmers erhielt bis Montagnachmittag die Stimmen von 349 der 403 Labour-Abgeordneten, wie die öffentliche Zählung der Partei zeigte. Somit wäre es für jeden anderen Kandidaten unmöglich, die 81 Stimmen für einen Einstieg ins Führungsrennen zu bekommen.

US-Armee startet neue Angriffswelle gegen den Iran

Die US-Armee hat eigenen Angaben zufolge in der dritten Nacht in Folge Angriffe auf den Iran gestartet. Die Angriffswelle habe um 16.45 Uhr (22.45 Uhr MESZ) begonnen, teilte das zuständige US-Regionalkommando Centcom am Montag mit. "Diese Angriffe werden den iranischen Streitkräften weiterhin hohe Kosten auferlegen und ihre Fähigkeit schwächen, unschuldige Zivilisten und die Handelsschifffahrt in der Straße von Hormus anzugreifen", erklärte Centcom weiter.

Textgröße ändern: