Deutsche Tageszeitung - Trump: Verhandlungen mit Iran laufen - Präsident spricht von "Geschenk" aus Teheran

Trump: Verhandlungen mit Iran laufen - Präsident spricht von "Geschenk" aus Teheran


Trump: Verhandlungen mit Iran laufen - Präsident spricht von "Geschenk" aus Teheran
Trump: Verhandlungen mit Iran laufen - Präsident spricht von "Geschenk" aus Teheran / Foto: © AFP

US-Präsident Donald Trump hat erneut von laufenden Verhandlungen mit dem Iran gesprochen. Trump sagte am Dienstag im Weißen Haus, die Gespräche fänden "genau jetzt" statt. Daran seien Vizepräsident JD Vance und Außenminister Marco Rubio beteiligt sowie Trumps Sondergesandter Steve Witkoff und sein Schwiegersohn Jared Kushner.

Textgröße ändern:

Die iranische Führung hatte dementiert, dass es solche Gespräche mit den USA über ein mögliches Kriegsende gebe. Trump sagte dagegen, Teheran wolle dringend ein Abkommen schließen. Zur Bedingung hatte der Präsident unter anderem die vollständige Aufgabe des iranischen Atomprogramms gemacht.

Zur Frage, mit wem die USA verhandelten, äußerte sich der US-Präsident erneut ausweichend. Es gebe "eine neue Gruppe" in Teheran, sagte Trump, ohne Namen zu nennen. Es habe "ein echter Regimewechsel" stattgefunden.

Er sagte zudem, der Iran habe ihm "ein sehr großes Geschenk" im Zusammenhang mit Öl und Gas gemacht. Dadurch habe er neues Vertrauen in die Führung in Teheran gewonnen. "Es war ein sehr großes Geschenk, unglaublich viel Geld wert", sagte der Präsident, ohne weitere Details zu nennen.

Die israelische Armee erklärte derweil, sie setze ihre Angriffe im Iran wie auch im Libanon fort. Die israelischen Streitkräfte gingen "nach einem unveränderten Plan" vor, sagte Militärsprecher Effie Defrin auf die Frage nach den diplomatischen Bemühungen der USA. Israel wolle weiterhin "existenzielle Bedrohungen beseitigen".

(N.Loginovsky--DTZ)

Empfohlen

Bundesverfassungsgericht verhandelt im Juni über Rundfunkbeitrag

Das Bundesverfassungsgericht verhandelt im Juni über die Beschwerden von ARD und ZDF zum Rundfunkbeitrag. Als Termin für die mündliche Verhandlung legte das Gericht den 23. Juni fest, wie es am Mittwochabend in Karlsruhe mitteilte. Die öffentlichen-rechtlichen Sender hatten ihre Beschwerden Ende 2024 eingereicht.

Xi empfängt Trump - Warnung vor "Konflikt" beim Thema Taiwan

Der chinesische Staatschef Xi Jinping hat die USA mit Blick auf Taiwan vor einem möglichen "Konflikt" gewarnt. "Die Taiwan-Frage ist das wichtigste Thema in den Beziehungen zwischen China und den USA", sagte Xi am Donnerstag während des Besuchs von US-Präsident Donald Trump in Peking laut dem staatlichen Fernsehsender CCTV. Wenn diese "falsch gehandhabt" werde, könnten beide Länder aneinander geraten "oder sogar in einen Konflikt geraten", fügte Xi demnach hinzu.

Merkel sieht sich nicht als politische "Männermörderin"

Altkanzlerin Angela Merkel (CDU) hält nicht viel von dem Vorwurf, sie habe männliche Konkurrenten in ihrer Karriere systematisch verdrängt. Angesprochen auf das Etikett der "männermordenden Merkel", das im Zuge ihres damaligen Machtkampfes mit dem heutigen Kanzler Friedrich Merz geprägt wurde, entgegnete sie gegenüber dem "Focus": "Männer werfen andauernd Männer aus der Bahn. Und wenn jetzt eine Frau das tut, den Weg zu einer Position für sich genauso beansprucht wie ein Mann, dann redet man von der 'männermordenden Merkel'."

Merkel zeigt Verständnis für Debatten - und rät Merz zu "weitem Herz"

Die frühere Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hat zu mehr Toleranz für Debatten innerhalb der Regierung aufgerufen. "Die Debatte wird heute immer sofort 'Streit' genannt", kritisierte Merkel gegenüber dem "Focus" laut Vorabmeldung vom Donnerstag. "Ich finde, Politiker müssen klarmachen: Es gibt keine Lösungsfindung, die nicht über irgendeine Debatte geht." Dem aktuellen Kanzler Friedrich Merz empfahl sie gegenüber dem Koalitionspartner SPD "ein weites Herz".

Textgröße ändern: