Deutsche Tageszeitung - Macron fordert Israel zur Nutzung von "Gelegenheit" für Gespräche mit dem Libanon auf

Macron fordert Israel zur Nutzung von "Gelegenheit" für Gespräche mit dem Libanon auf


Macron fordert Israel zur Nutzung von "Gelegenheit" für Gespräche mit dem Libanon auf
Macron fordert Israel zur Nutzung von "Gelegenheit" für Gespräche mit dem Libanon auf / Foto: © AFP/Archiv

Frankreichs Präsident Emmanuel Macron hat Israel in einem Gespräch mit seinem israelischen Kollegen Isaac Herzog aufgefordert, die "Gelegenheit" für "direkte Gespräche" zwischen Israel und dem Libanon zu nutzen. Er habe "die Dringlichkeit betont, eine weitere Eskalation des Konflikts im Libanon zu verhindern, dessen Stabilität und territoriale Integrität gewahrt bleiben müssen", erklärte Macron am Dienstag im Onlinedienst X. Er bekräftigte demnach seine "Unterstützung für die Bemühungen der libanesischen Regierung, die entschlossene und mutige Entscheidungen für die Souveränität des libanesischen Staates getroffen hat".

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"Ich habe Präsident Herzog meine Überzeugung mitgeteilt, dass die Wiederaufnahme direkter Gespräche zwischen Israel und dem Libanon eine Gelegenheit ist, die genutzt werden muss", erklärte Macron weiter. Frankreich setze sich in diesem Sinne ein. Der Libanon hat direkten Verhandlungen bereits zugestimmt, Israel jedoch noch nicht.

Seit Beginn des Iran-Krieges am 28. Februar eskalierte der Konflikt zwischen Israel und der vom Iran finanzierten Hisbollah wieder massiv. Die libanesische Miliz feuert seither immer wieder Raketen und Drohnen auf israelisches Staatsgebiet. Israel beschießt Hisbollah-Ziele im Libanon und rückte inzwischen auch mit Bodentruppen auf libanesisches Territorium im Grenzgebiet vor.

Israels Verteidigungsminister Israel Katz kündigte am Dienstag an, die Armee wolle im Südlibanon die Kontrolle über das Gebiet bis zum Fluss Litani übernehmen. Der Fluss spielt seit Jahren eine wichtige Rolle bei den israelischen Bemühungen, die Hisbollah-Miliz zurückzudrängen.

Die Regierung in Beirut hatte im vergangenen Jahr die Armee angewiesen, bis Ende 2025 die militärische Infrastruktur der Hisbollah südlich des Litani zu zerstören und die pro-iranische Miliz anschließend auch im Rest des Landes zu entwaffnen. Aus Israels Sicht setzte die libanesische Armee dieses Vorhaben jedoch nur unzureichend um.

(V.Varonivska--DTZ)

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