Deutsche Tageszeitung - Britische Regierung erlaubt Armee Beschlagnahmung von Schiffen russischer Schattenflotte

Britische Regierung erlaubt Armee Beschlagnahmung von Schiffen russischer Schattenflotte


Britische Regierung erlaubt Armee Beschlagnahmung von Schiffen russischer Schattenflotte
Britische Regierung erlaubt Armee Beschlagnahmung von Schiffen russischer Schattenflotte / Foto: © AFP/Archiv

Die britische Regierung hat der Armee des Landes die Erlaubnis erteilt, sanktionierte Schiffe der russischen Schattenflotte beim Durchqueren britischer Hoheitsgewässer zu entern und zu beschlagnahmen. Großbritanniens Premierminister Keir Starmer habe zugestimmt, "dass die britischen Streitkräfte und Strafverfolgungsbehörden nun Schiffe stoppen können, die vom Vereinigten Königreich sanktioniert wurden und britische Gewässer durchqueren", teilte die britische Regierung am Mittwoch mit.

Textgröße ändern:

Großbritannien erhöhe den Druck auf Russlands Präsidenten Wladimir Putin, erklärte Downing Street. London werde "die Schattenflotte weiter in die Zange nehmen, indem es britische Gewässer, einschließlich des Ärmelkanals, für sanktionierte Schiffe sperrt". Das werde die Betreiber der Schiffe "zwingen, entweder auf längere, finanziell schmerzhafte Routen auszuweichen oder zu riskieren, von britischen Kräften festgesetzt zu werden."

Der Kremlchef "reibt sich angesichts des Kriegs im Nahen Osten die Hände, weil er glaubt, dass höhere Ölpreise ihm die Taschen füllen werden", erklärte Starmer. "Deshalb gehen wir noch härter gegen seine Schattenflotte vor." Damit würden Putin die "schmutzigen Profite" für die russische Kriegsmaschinerie entzogen werden.

Als Schattenflotte werden die oft veralteten und unter fremder Flagge fahrenden Schiffe bezeichnet, mit denen Russland unter anderem das Öl-Embargo umgeht. Sie stehen zudem in Verdacht, an hybriden Angriffen gegen den Westen im Auftrag Russlands beteiligt zu sein, etwa an Beschädigungen von Unterwasserkabeln in der Ostsee. Seit dem Beginn des Ukraine-Krieges hat die britische Regierung eigenen Angaben zufolge bereits mehr als 500 dieser Schiffe auf seine Sanktionsliste gesetzt.

(Y.Ignatiev--DTZ)

Empfohlen

25 Jahre 9/11: Gespaltene USA erinnern an die Opfer der Terroranschläge

25 Jahre nach den Terroranschlägen vom 11. September haben die USA an die fast 3000 Todesopfer erinnert. Die beiden offiziellen Gedenkfeiern verdeutlichten dabei, wie gespalten das Land heute ist: In New York erinnerten die Familien der Opfer und frühere Präsidenten parteiübergreifend an die Anschläge. Präsident Donald Trump hielt derweil im Pentagon bei Washington eine Rede und erklärte den Iran-Krieg zur Fortsetzung des "Kriegs gegen den Terror".

Huthi-Miliz im Jemen übernimmt Kontrolle über wichtige Meerenge Bab al-Mandab

Die Huthi-Miliz hat laut der jemenitischen Regierung nach einer einwöchigen Offensive in dem Land alle Inseln in der Meerenge Bab al-Mandab erobert und die strategisch wichtige Wasserstraße unter ihre Kontrolle gebracht. Ein Regierungsbeamter erklärte am Freitag zudem, die pro-iranische Miliz kontrolliere nun die gesamte jemenitische Küste am Roten Meer. Die Bundesregierung nannte den Vorstoß der Kämpfer "besorgniserregend". Die Miliz selbst erklärte, es gäbe keinen Anlass zur Sorge um die Sicherheit der Schifffahrt.

Rüstungsgüter für "Abschiebeoffensiven": AfD-Politiker Siegmund löst Empörung aus

Nach dem AfD-Sieg bei der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt hat deren Spitzenkandidat Ulrich Siegmund mit Äußerungen zu einem möglichen Einsatz von Rüstungsgütern bei "Remigrations- und Abschiebeoffensiven" für Empörung gesorgt. Der SPD-Parlamentsgeschäftsführer im Bundestag, Dirk Wiese, sagte am Freitag, Siegmund wolle "seine Deportationspläne unter zu Hilfenahme von Kriegswaffen durchsetzen". Damit habe er "jede rote Linie überschritten". Massive Kritik kam auch von Linken und Grünen.

Trump: USA werden Anschlagsopfer vom 11. September "niemals vergessen"

US-Präsident Donald Trump hat im Verteidigungsministerium bei Washington an die Opfer der Terroranschläge vor 25 Jahren erinnert. Die Vereinigten Staaten würden die Anschläge und die fast 3000 Todesopfer "niemals vergessen", sagte Trump in seiner Rede. "Deshalb kämpfen wir heute", fügte er hinzu. "Wir kämpfen hart. Wir kämpfen, um zu siegen."

Textgröße ändern: