Deutsche Tageszeitung - Iran-Krieg: Pistorius besorgt über Vorgehen der USA und Israels

Iran-Krieg: Pistorius besorgt über Vorgehen der USA und Israels


Iran-Krieg: Pistorius besorgt über Vorgehen der USA und Israels
Iran-Krieg: Pistorius besorgt über Vorgehen der USA und Israels / Foto: © AFP/Archiv

Bundesverteidigungsminister Boris Pistorius hat sich besorgt über das Vorgehen der USA und Israels im Iran-Krieg geäußert. "Was mir an diesem Krieg am meisten Sorgen macht, ist, dass es keine Konsultationen gab, es keine Strategie gibt, kein klares Ziel, und das Schlimmste aus meiner Sicht ist, dass es keine Exit-Strategie gibt", sagte Pistorius am Donnerstag auf Englisch bei einer Pressekonferenz mit seinem australischen Kollegen Richard Marles in Canberra.

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Deutschland wolle "nicht in diesen Krieg hineingezogen werden", betonte Pistorius. Die Bundesregierung sei bereit, nach einer Einigung auf einen Waffenstillstand diesen zu schützen. Auch könne über eine Beteiligung Deutschlands an einem Einsatz zum Schutz der Schifffahrt in der strategisch wichtigen Straße von Hormus gesprochen werden.

Pistorius und sein australischer Kollege Marles vereinbarten zudem, die Stationierung der Truppen des jeweils anderen Landes zu vereinfachen und bei der Verteidigung im Weltraum zusammenzuarbeiten. Marles sagte, Berlin und Canberra würden ein Abkommen unterzeichnen, das es "für unsere Streitkräfte deutlich einfacher machen wird, vom Gebiet des jeweils anderen Landes aus zu operieren".

Australien wird sich zudem dem Plan der Bundesregierung zum Aufbau eines "Frühwarnsystems für den Weltraum" anschließen, wie Pistorius sagte. Das Vorhaben sei eine Reaktion auf die wachsenden Fähigkeiten Russlands und Chinas, Satelliten zu blenden und zu zerstören. Deutschland beabsichtige, ein "unabhängiges globales Netzwerk von Überwachungssensoren" einzusetzen, um seine Systeme zu schützen, fügte der Bundesverteidigungsminister hinzu.

Pistorius befindet sich zur Zeit auf einer Reise im Indo-Pazifik. Zuvor in dieser Woche hatte er bereits Japan und Singapur besucht.

(T.W.Lukyanenko--DTZ)

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