Deutsche Tageszeitung - Iran lässt Öltanker aus Malaysia durch Straße von Hormus

Iran lässt Öltanker aus Malaysia durch Straße von Hormus


Iran lässt Öltanker aus Malaysia durch Straße von Hormus
Iran lässt Öltanker aus Malaysia durch Straße von Hormus / Foto: © AFP/Archiv

Der Iran lässt nach Angaben der malaysischen Regierung Öltanker aus dem südostasiatischen Land wieder durch die für den internationalen Seehandel wichtige Straße von Hormus fahren. Er habe mit dem iranischen Präsidenten Massud Peseschkian sowie weiteren Staats- und Regierungschefs aus der Region gesprochen, sagte Malaysias Regierungschef Anwar Ibrahim am Donnerstag in einer Fernsehansprache. "Wir sind nun dabei, die malaysischen Öltanker und die beteiligten Arbeiter freizugeben, damit sie ihre Heimreise fortsetzen können", fügte er hinzu.

Textgröße ändern:

Seit Beginn der US-israelischen Angriffe gegen den Iran am 28. Februar haben die iranischen Streitkräfte die Straße von Hormus, durch die üblicherweise rund ein Fünftel des weltweiten Öl- und Flüssiggastransports verläuft, weitgehend gesperrt. Auswirkungen hat dies insbesondere auch auf viele asiatische Länder.

Zuletzt hatte der Iran die Straße von Hormus nach Angaben der UN-Schifffahrtsorganisation (IMO) für "nicht-feindliche" Schiffe jedoch wieder geöffnet. Diese dürften "in Abstimmung mit den zuständigen Behörden" fortan wieder die Meerenge passieren, hieß es in einer am Dienstag von der IMO veröffentlichten Erklärung Teherans.

Die jüngsten Durchrfahrten erfolgten dabei offenbar über eine Route, die vom Iran genehmigt wurde und bei der die Insel Larak vor der Südküste des Landes passiert wird. Auf dieser von der Schifffahrtszeitschrift "Lloyd’s List" auch als "Teheraner Mautstelle" bezeichneten Route waren der Zeitschrift zufolge zuletzt mehr als 26 Schiffe unterwegs. Seit Mitte März sei hingegen kein einziges Schiff, dessen Aufenthaltsort sich mithilfe von Transponderdaten verfolgen lässt, außerhalb dieses Korridors in der Straße von Hormus unterwegs gewesen, berichtete "Lloyd’s List" am Mittwoch.

(O.Zhukova--DTZ)

Empfohlen

25 Jahre nach den Terroranschlägen: USA erinnern an die Opfer des 11. September

25 Jahre nach den Terroranschlägen vom 11. September hat in New York die Gedenkfeier für die fast 3000 Todesopfer begonnen. Deren Familien versammelten sich am Freitag am Mahnmal an Ground Zero, wo früher das World Trade Center stand. An der Zeremonie nahmen frühere US-Präsidenten und andere Politiker beider großer Parteien teil.

Huthi-Miliz im Jemen erlangt Kontrolle über wichtige Meerenge Bab al-Mandab

Mit der Einnahme einer Insel hat die Huthi-Miliz im Jemen einem Regierungsvertreter zufolge die Kontrolle über die für den Ölhandel wichtigen Meerenge Bab al-Mandab übernommen. Bewaffnete Kämpfer erreichten demnach am Freitag die auch unter dem Namen Perim bekannte Insel Mayyun. Die Bundesregierung nannte den Vorstoß der Huthis "besorgniserregend". Die Miliz selbst erklärte, es gäbe keinen Anlass zur Sorge um die Schifffahrt. Saudi-Arabien reagierte mit zahlreichen Luftangriffen.

Wadephul am Montag in Budapest - Erster Besuch eines deutschen Außenministers seit 2019

Bundesaußenminister Johann Wadephul (CDU) reist am Montag zu einem Besuch nach Ungarn. Er trifft dort zunächst in der Hauptstadt Budapest den neuen ungarischen Staatspräsidenten Andras Baka und Außenministerin Anita Orban, wie ein Sprecher des Auswärtigen Amts am Freitag in Berlin sagte. Demnach ist es Wadephuls erste Reise nach Ungarn und der erste Besuch eines deutschen Außenministers in Budapest seit 2019.

"CDU pur funktioniert nicht": Sozialflügel der CDU rechnet mit Kurs von Merz ab

Nach der Wahlniederlage in Sachsen-Anhalt geht der CDU-Arbeitnehmerflügel (CDA) auf Konfrontationskurs zu Parteichef Friedrich Merz. In einem Brief an die Mitglieder erklärte CDA-Chef Dennis Radtke den von Merz vertretenen Kurs einer "CDU pur" für gescheitert. "Wir haben in den vergangenen Monaten erlebt, dass die Vorstellung von 'CDU pur' nicht funktioniert", schrieb Radtke in dem Brief, der AFP am Freitag vorlag. "Deshalb braucht es jetzt einen Kurswechsel - bei den Inhalten, bei der politischen Erzählung, bei der Kommunikation."

Textgröße ändern: