Deutsche Tageszeitung - Wadephul mahnt angesichts russisch-iranischer Nähe zum Zusammenhalt des Westens

Wadephul mahnt angesichts russisch-iranischer Nähe zum Zusammenhalt des Westens


Wadephul mahnt angesichts russisch-iranischer Nähe zum Zusammenhalt des Westens
Wadephul mahnt angesichts russisch-iranischer Nähe zum Zusammenhalt des Westens / Foto: © AFP

Bundesaußenminister Johann Wadephul (CDU) hat angesichts der russischen Unterstützung für den Iran zu einem stärkeren Zusammenhalt der westlichen Verbündeten aufgerufen. "Wo wir sehen, dass Iran und Russland auf das Engste zusammenarbeiten, da müssen wir noch enger zusammenstehen", sagte Wadephul am Freitag beim G7-Außenministertreffen in der Nähe von Paris. Es sei offensichtlich, wie eng beide Konflikte im Iran und in der Ukraine miteinander verknüpft seien.

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"Russland stützt den Iran offenkundig mit Informationen über mögliche Angriffsziele", betonte Wadephul. Zudem hoffe der russische Präsident Wladimir Putin "auf zynische Weise", dass die Eskalation im Nahen Osten die Aufmerksamkeit von seinen Verbrechen in der Ukraine ablenke. "Dieses Kalkül darf nicht aufgehen", sagte Wadephul.

Bei der Unterstützung der Ukraine dürften keine Abstriche gemacht werden, sagte Wadephul weiter. "Das würde Putin nur in die Hände spielen." Wenn Putin den Krieg in der Ukraine gewinnen würde, würde sich die Sicherheit für Deutschland, für Europa, aber auch jenseits des Atlantiks verschlechtern. Deswegen müssten die Sanktionen aufrechterhalten bleiben. Zudem müssten die G7-Staaten "konsequent gegen die russische Schattenflotte vorgehen".

Wadephul war nach eigenen Angaben am Vormittag mit US-Außenminister Marco Rubio zusammengetroffen. Dabei habe er ihm die grundsätzliche Bereitschaft Deutschlands zu einer Beteiligung an der Sicherung der Meerenge von Hormus zugesichert - "nach dem Ende der Kampfhandlungen". Die Lage im Iran sollte am Nachmittag das zentrale Thema bei dem G7-Außenministertreffen sein.

Für Rubio ist es seine erste Auslandsreise seit Beginn des Iran-Kriegs Ende Februar. Er trifft in dem Luxushotel auf dem Gelände der mittelalterlichen Zisterzienserabtei Les Vaux-de-Cernay mit seinen Amtskolleginnen und -kollegen der großen Industrieländer der G7 aus Deutschland, Frankreich, Kanada, Großbritannien, Japan und Italien zusammen.

(V.Varonivska--DTZ)

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