Deutsche Tageszeitung - Wadephul fordert Iran zu "ernsthaften Verhandlungen" mit den USA auf

Wadephul fordert Iran zu "ernsthaften Verhandlungen" mit den USA auf


Wadephul fordert Iran zu "ernsthaften Verhandlungen" mit den USA auf
Wadephul fordert Iran zu "ernsthaften Verhandlungen" mit den USA auf / Foto: © POOL/AFP

Bundesaußenminister Johann Wadephul (CDU) hat den Iran zu "ernsthaften Verhandlungen" mit den USA aufgefordert. Das iranische Regime sei "gut beraten, jetzt in ernsthafte Verhandlungen mit den USA einzusteigen", sagte Wadephul am Freitag zum Abschluss des G7-Außenministertreffens in der Nähe von Paris.

Textgröße ändern:

Es gebe "erste Anzeichen, die zuversichtlich stimmen können, dass solche Gespräche stattfinden sollen", sagte der Minister. Ein künftiges Treffen von Vertretern der USA und des Irans sei durchaus möglich. Allerdings würde dies "unter Kriegsbedingungen" stattfinden, daher seien Kommunikation und Abstimmung schwierig, betonte er. Am Morgen hatte Wadephul Pakistan als möglichen Ort genannt.

Zunächst gehe es darum, eine Eskalation zu vermeiden, sagte der Außenminister. Der Iran müsse eine sichere Durchfahrt durch die Straße von Hormus ermöglichen. "Wir können die Erpressung der Weltwirtschaft durch das iranische Regime nicht zulassen", betonte Wadephul.

Wadephul berichtete von einem "freundschaftlichen" Gespräch mit dem US-Außenminister Marco Rubio. Er bekräftigte, dass die USA Deutschland nicht aufgefordert hätten, "vor Ende der Kampfhandlungen einen militärischen Beitrag zu leisten". Er habe daher erneut Deutschlands prinzipielle Bereitschaft bekundet, über einen Beitrag zu sprechen, "wenn es notwendig ist". Es gebe eine enge diplomatische Abstimmung mit den USA.

(O.Zhukova--DTZ)

Empfohlen

US-Außenminister warnt vor iranischen Plänen einer Maut in der Hormus-Meerenge

US-Außenminister Marco Rubio hat vor der Einführung eines "Mautsystems" an der Straße von Hormus durch den Iran gewarnt. "Das ist illegal und inakzeptabel", sagte Rubio am Freitag nach dem G7-Außenministertreffen in der Nähe von Paris. Die internationale Gemeinschaft müsse dies verhindern. "Die USA werden ihren Beitrag dazu leisten, ohne unbedingt die Führung zu übernehmen", sagte Rubio und verwies auf eine Initiative Großbritanniens.

Israel greift erneut Süden des Libanon an - Hisbollah meldet Kämpfe im Grenzgebiet

Israel hat erneut Luftangriffe auf mehrere als Hisbollah-Hochburgen geltende Gebiete im Libanon geflogen. Nach Angaben der staatlichen Nachrichtenagentur ANI wurden bei Angriffen am Freitag in der Region um die Küstenstadt Sidon vier Zivilisten getötet, eine weitere Frau wurde demnach in der südostlibanesischen Bekaa-Ebene getötet. Auch südliche Vororte von Beirut attackierte die israelische Armee erneut. Die pro-iranische Hisbollah-Miliz meldete heftige Kämpfe im Grenzgebiet zu Israel.

Iran-nahe Gruppe soll Mails von FBI-Chef Patel gehackt haben

Eine Iran-nahe Gruppe soll das private E-Mail-Konto von FBI-Chef Kash Patel gehackt haben. Die Sender CBS und CNN berichteten am Freitag, die Gruppe Handala habe private Fotos und Dokumente von Patel im Internet veröffentlicht. Das FBI und das US-Justizministerium kommentierten die Berichte vorerst nicht.

US-Küstenwache: Zwei vermisste Boote von Hilfsflotte für Kuba sicher angekommen

Zwei zeitweise als vermisst gemeldete Boote einer internationalen Hilfsflotte für Kuba haben nach Angaben der US-Behörden ihr Ziel erreicht. Die US-Küstenwache sei darüber informiert worden, dass die mit Hilfsgütern beladenen Boote sicher in Kuba angekommen seien, erklärte ein Sprecher am Freitag.

Textgröße ändern: