Deutsche Tageszeitung - Digitalminister Wildberger warnt vor drohendem Jobverlust durch Künstliche Intelligenz

Digitalminister Wildberger warnt vor drohendem Jobverlust durch Künstliche Intelligenz


Digitalminister Wildberger warnt vor drohendem Jobverlust durch Künstliche Intelligenz
Digitalminister Wildberger warnt vor drohendem Jobverlust durch Künstliche Intelligenz / Foto: © AFP/Archiv

Bundesdigitalminister Karsten Wildberger (CDU) sieht Deutschland beim Thema Künstliche Intelligenz (KI) von einem internationalen Wettbewerb bedroht und hat vor dem Wegfall klassischer Berufsbilder gewarnt. "Künstliche Intelligenz ist da, so oder so – und sie wird vor allem in den USA und in China gebaut", sagte Wildberger der "Bild am Sonntag". Die Bundesrepublik müsse massiv nachholen, um den Anschluss nicht zu verlieren.

Textgröße ändern:

"Wenn wir das nicht tun, sind unsere Arbeitsplätze und auch Industrie und Wirtschaft viel mehr in Gefahr. Nicht teilnehmen ist keine Option", betonte der CDU-Politiker. Als Beispiele für von Jobverlusten besonders gefährdete Branchen nannte der Digitalminister Programmieren und Callcenter.

Zugleich böte KI jedoch auch zahlreiche Chancen und bedeute bei richtiger Nutzung Wachstum. Es liege in der Hand von Politik und Wirtschaft, ob unter dem Strich mehr Jobs entstünden oder verloren gingen, erklärte Wildberger: "Wir sind die Architekten unseres eigenen Schicksals."

Angesichts des rasanten technologischen Wandels forderte der Bundesdigitalminister insgesamt mehr Flexibilität von Bürgerinnen und Bürgern. Die Vorstellung, einen Job über Jahrzehnte unverändert auszuüben, sei vorbei. "Wir müssen ehrlich miteinander umgehen. Technologie verändert sich. Wir müssen uns durchgehend anpassen", betonte Wildberger. Das Bildungssystem müsse darauf ausgerichtet werden, Menschen unabhängig vom Alter kontinuierlich an neue Technologien heranzuführen.

(I.Beryonev--DTZ)

Empfohlen

Hunderte Israelis protestieren gegen Iran-Krieg

Einen Monat nach Beginn des Iran-Kriegs haben hunderte Menschen in Tel Aviv und weiteren israelischen Städten gegen den Krieg demonstriert. Polizisten gingen in Tel Aviv am Samstagabend gewaltsam gegen Demonstranten vor und stießen Protestierende zu Boden, mindestens ein Teilnehmer wurde in den Würgegriff genommen, wie Reporter der Nachrichtenagentur AFP berichteten. Die Proteste wahre nicht genehmigt; aus Furcht vor iranischen Angriffen sind größere Menschenansammlungen in Israel derzeit verboten.

Amphibisches Angriffsschiff "USS Tripoli" in Golfregion eingetroffen

Das amphibische Angriffsschiff "USS Tripoli" der US-Marine ist in der Golfregion eingetroffen. Das normalerweise in Japan stationierte Schiff sei am Freitag in der Region angekommen, teilte das für den Nahen Osten zuständige US-Militärkommando Centcom am Samstag im Onlinedienst X mit. Die Verlegung des Schiffes schürt Spekulationen über einen möglichen Einsatz von US-Bodentruppen im Iran-Krieg.

Drei Journalisten bei israelischem Angriff im Libanon getötet

Bei einem israelischen Angriff im Süden des Libanon sind am Samstag drei Journalisten getötet worden, darunter ein bekannter Korrespondent des der Hisbollah-Miliz gehörenden Senders Al-Manar. Nach Angaben der libanesischen Armee sowie der betroffenen Medien traf der Angriff das Fahrzeug der Journalisten in der Region Jezzine. Die israelische Armee bestätigte die Tötung des Al-Manar-Korrespondenten Ali Schoeib und erklärte, dieser habe einer Elite-Einheit der von Israel bekämpften proiranischen Hisbollah-Miliz angehört.

Polizei vereitelt Sprengstoffanschlag auf Bank of America in Paris

Die französische Polizei hat einen Sprengstoffanschlag auf die Pariser Niederlassung der US-Großbank Bank of America vereitelt. Nach Angaben der Ermittler wurde ein Verdächtiger gefasst, als er in der Nacht zum Samstag einen Sprengsatz vor dem Gebäude im Zentrum der französischen Hauptstadt niederlegte. Die Anti-Terror-Staatsanwaltschaft übernahm die Ermittlungen. Aus Ermittlerkreisen verlautete, ein Zusammenhang mit iranischen Drohungen gegen israelische und US-Unternehmen in Europa wegen des Iran-Kriegs sei wahrscheinlich.

Textgröße ändern: