Deutsche Tageszeitung - "Es geht uns gut": Maduro wendet sich erstmals seit Entmachtung an seine Anhänger

"Es geht uns gut": Maduro wendet sich erstmals seit Entmachtung an seine Anhänger


"Es geht uns gut": Maduro wendet sich erstmals seit Entmachtung an seine Anhänger
"Es geht uns gut": Maduro wendet sich erstmals seit Entmachtung an seine Anhänger / Foto: © AFP/Archiv

Der entmachtete venezolanische Präsident Nicolás Maduro hat sich erstmals seit seiner Inhaftierung in den USA an seine Anhänger gewandt. "Es geht uns gut, wir sind standhaft, ruhig und im ständigen Gebet", erklärten Maduro und seine ebenfalls in New York inhaftierte Ehefrau Cilia Flores am Samstag (Ortszeit) im Kurzbotschaftendienst X.

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Sie hätten viele Nachrichten bekommen, erklärte das Paar weiter. "Jedes Wort der Liebe, jede Geste der Zuneigung, jeder Ausdruck der Unterstützung füllt uns die Seele und stärkt uns geistig."

Unklar war zunächst, ob Maduro die Botschaft selbst an seine Mitarbeiter durchgegeben oder sie zumindest abgesegnet hatte. Er hat nach Angaben aus seinem Umfeld in dem Hochsicherheitsgefängnis in Brooklyn, in dem er inhaftiert ist, keinen Zugang zum Internet. Maduro darf demnach höchstens 15 Minuten mit seiner Familie oder seinen Anwälten telefonieren. Die Botschaft wurde auf Maduros Nutzerkonto bei X sowie über die Plattform Telegram veröffentlicht.

Maduro war Anfang Januar bei einem Einsatz der US-Streitkräfte in Venezuela gefangengenommen und nach New York gebracht worden. Der Linksnationalist hatte das südamerikanische Land fast 13 Jahre lang autokratisch regiert. Die US-Justiz wirft Maduro "Drogenterrorismus" vor, dem 63-Jährigen droht deshalb eine lebenslange Haftstrafe.

Am vergangenen Donnerstag war Maduro zum zweiten Mal seit seiner Festnahme vor einem Gericht in New York erschienen. Bundesrichter Alvin Hellerstein wies dabei den Antrag von Maduros Anwälten zurück, das Verfahren einzustellen.

(M.Dorokhin--DTZ)

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