Deutsche Tageszeitung - Sozialistischer Politiker Grégoire zum neuen Bürgermeister von Paris gewählt

Sozialistischer Politiker Grégoire zum neuen Bürgermeister von Paris gewählt


Sozialistischer Politiker Grégoire zum neuen Bürgermeister von Paris gewählt
Sozialistischer Politiker Grégoire zum neuen Bürgermeister von Paris gewählt / Foto: © POOL/AFP

Der sozialistische Politiker Emmanuel Grégoire ist vom Stadtrat in Paris zum neuen Bürgermeister der französischen Hauptstadt gewählt worden. Eine Woche nach seinem Sieg bei der Kommunalwahl erhielt der 48-Jährige am Sonntag 103 Ja-Stimmen im 163 Mandatsträger zählenden Rat. Er hatte sich im Kampf um das Pariser Rathaus in der Stichwahl gegen die konservative Kandidatin, die ehemalige Kulturministerin Rachida Dati, klar durchgesetzt, so dass Paris auch künftig von einem Politiker der Linken regiert wird.

Textgröße ändern:

Grégoire war lange als Stellvertreter der scheidenden Bürgermeisterin Anne Hidalgo tätig und hatte im Wahlkampf erklärt, deren klima- und fahrradfreundliche Politik fortsetzen zu wollen. Dati war vom Präsidentenlager unterstützt worden; sie muss sich ab September in einem Korruptionsprozess vor Gericht verantworten.

Nach seiner Wahl verließ Grégoire am Sonntag das Pariser Rathaus in Begleitung von Hidalgo, die nach zwölf Amtsjahren auf eine weitere Kandidatur verzichtet hatte. In ihre Amtszeit fielen die Terroranschläge vom 13. November 2015, bei denen in Paris 130 Menschen getötet wurden, aber auch die Olympischen Sommerspiele 2024.

Als Bürgermeisterin sorgte Hidalgo dafür, dass Paris zu einer fahrradfreundlichen Stadt wurde, dass im Sommer wieder in der Seine gebadet werden kann und dass die Luft in der Hauptstadt sauberer ist. Die 66-Jährige hatte sich zwischenzeitlich mit ihrem Nachfolger überworfen und ihm bei der Wahl erst im letzten Moment ihre Unterstützung zugesagt.

(L.Møller--DTZ)

Empfohlen

Verteidigungsministertreffen: Pistorius spricht Putin ernsthaften Friedenswillen ab

Bundesverteidigungsminister Boris Pistorius (SPD) hat Kremlchef Wladimir Putin vor dem Hintergrund der für November in Aussicht gestellten Dreiergespräche zwischen Russland, der Ukraine und den USA mangelnden Friedenswillen vorgeworfen. "Putin simuliert immer mal wieder Gesprächsbereitschaft", sagte Pistorius am Montag nach einem E5-Verteidigungsministertreffen in Paris. "Nichts, aber auch gar nichts" deute darauf hin, dass Putin "an einem Waffenstillstand oder gar an einem Frieden interessiert ist".

Iran und Länder des Mekka-Abkommens vereinbaren weitere Gespräche über Zusammenarbeit

Der Iran und die drei Länder des sogenannten Mekka-Abkommens haben nach einem ersten Treffen in Teheran nach Angaben staatlicher Medien weitere Gespräche über eine Stärkung ihrer Zusammenarbeit vereinbart. Die iranischen Vertreter sowie jene Saudi-Arabiens, der Türkei und Pakistans seien darüber übereingekommen, dabei auch über "regionalen Frieden und Sicherheit" zu sprechen, hieß es im staatlichen iranischen Fernsehen am Montag.

UN-Ermittler werfen Israel Verbrechen der "Auslöschung" im Westjordanland vor

Einen Tag vor der Parlamentswahl in Israel haben im Auftrag der Vereinten Nationen tätige unabhängige Ermittler dem Land Verbrechen gegen die Menschlichkeit im Westjordanland vorgeworfen. Darunter sei der Vorwurf der "Auslöschung", erklärte die Unabhängige Internationale Untersuchungskommission in einem am Montag veröffentlichten Bericht. Im Gazastreifen begehe Israel zudem weiterhin "Akte des Völkermords". Dort wurden nach palästinensischen Angaben fünf Menschen bei israelischen Angriffen getötet.

Venezuela: Oppositionsführerin Machado zu Treffen mit Übergangspräsidentin bereit

Nach ihrer überraschenden Rückkehr nach Venezuela hat die Oppositionspolitikerin und Friedensnobelpreisträgerin María Corina Machado ihre Bereitschaft zu einem Treffen mit Übergangspräsidentin Delcy Rodríguez erklärt. Machado wäre bereit, "sich nicht nur mit Rodríguez zusammenzusetzen, sondern mit wem auch immer sie es tun sollte, vor dem ganzen Land, in völliger Transparenz und mit einer Agenda", sagte ihre Sprecherin Claudia Macero am Montag im Sender Union Radio.

Textgröße ändern: