Deutsche Tageszeitung - Trump droht mit "Vernichtung" der Ölinsel Charg

Trump droht mit "Vernichtung" der Ölinsel Charg


Trump droht mit "Vernichtung" der Ölinsel Charg
Trump droht mit "Vernichtung" der Ölinsel Charg / Foto: © EUROPEAN SPACE AGENCY/AFP/Archiv

US-Präsident Donald Trump hat dem Iran mit der Zerstörung der für den Ölexport wichtigen Insel Charg gedroht. Sollte die blockierte Straße von Hormus nicht "umgehend" wieder für die Schifffahrt geöffnet und nicht "rasch" eine Einigung mit Teheran zur Beendigung des Krieges erreicht werden, wäre ein vernichtender US-Angriff auf die Insel die Folge, warnte Trump am Montag in seinem Onlinedienst Truth Social.

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Falls es nicht bald eine Einigung gebe, würden die USA "alle ihre Kraftwerke, ihre Ölfelder und die Insel Charg" und womöglich alle Entsalzungsanlagen "in die Luft jagen und vollständig vernichten", drohte der US-Präsident mit einer Ausweitung der Angriffe auf den Iran.

Zugleich teilte Trump mit, dass die USA "ernsthafte Gespräche mit einem neuen und vernünftigeren Regime" in Teheran führten. Dabei habe es "enorme Fortschritte" gegeben. "Wahrscheinlich" werde es bald einen "Deal" geben, fügte der US-Präsident hinzu.

Trump hat wiederholt von diplomatischen Kontakten mit dem Iran gesprochen, Teheran bestreitet jedoch Gespräche mit der US-Regierung.

Zugleich hat der US-Präsident wiederholt mit einer Ausweitung der Angriffe auf den Iran gedroht. In einem am Wochenende veröffentlichten Interview der "Financial Times" sagte er, die US-Armee könnte die Insel Charg "sehr leicht" einnehmen.

Die "Washington Post" berichtete, die US-Regierung bereite die Entsendung von Bodentruppen in den Iran vor. Demnach umfassen die Pläne des Pentagons Bodeneinsätze von Spezialeinheiten und konventionellen Bodentruppen auf Charg sowie in Küstenstandorten nahe der Straße von Hormus.

Charg liegt im Norden des Persischen Golfs etwa 30 Kilometer vom iranischen Festland und rund 500 Kilometer von der Straße von Hormus entfernt. Durch die Meerenge verläuft für gewöhnlich rund ein Fünftel des weltweiten Öl- und Flüssiggastransports. Seit Beginn des Iran-Krieges ist die Meerenge durch die iranische Seite de facto weitgehend gesperrt.

Die USA und Israel hatten am 28. Februar mit Luftangriffen auf den Iran begonnen. Bereits am ersten Tag des Krieges wurden der oberste Führer Ayatollah Ali Chamenei und weitere Mitglieder der iranischen Führung getötet. Teheran reagiert seither mit Raketen- und Drohnenangriffen auf Israel, auf mehrere Golfstaaten sowie US-Einrichtungen in der Region.

Als Nachfolger von Ali Chamenei wurde dessen Sohn Modschtaba ernannt. Er trat seit seiner Ernennung nicht öffentlich auf.

(T.W.Lukyanenko--DTZ)

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