Deutsche Tageszeitung - Syriens Übergangspräsident trifft in London König Charles III. und Premier Starmer

Syriens Übergangspräsident trifft in London König Charles III. und Premier Starmer


Syriens Übergangspräsident trifft in London König Charles III. und Premier Starmer
Syriens Übergangspräsident trifft in London König Charles III. und Premier Starmer / Foto: © POOL/AFP

Einen Tag nach seinem Besuch in Berlin ist Syriens Übergangspräsident Ahmed al-Scharaa in Großbritannien von König Charles III. und Premier Keir Starmer empfangen worden. Wie der Buckingham-Palast mitteilte, empfing der britische Monarch al-Scharaa am Dienstagnachmittag zu einer Audienz. Zuvor hatte al-Scharaa bereits in der Downing Street mit Starmer gesprochen, einem britischen Regierungssprecher zufolge drehte sich die Unterredung um den Iran-Krieg.

Textgröße ändern:

Starmer und al-Scharaa hätten "die Notwendigkeit eines tragfähigen Plans zur Wiederöffnung der Straße von Hormus angesichts der schwerwiegenden wirtschaftlichen Folgen durch die anhaltende Sperrung" erörtert, erklärte ein Sprecher der Downing Street. Sie hätten sich geeinigt, gemeinsam mit anderen "die Freiheit der Schifffahrt wiederherzustellen".

Es war der erste Besuch al-Scharaas in Großbritannien, seit dieser nach dem Sturz des langjährigen Machthabers Baschar al-Assad dessen Nachfolge angetreten hat.

Seit al-Scharaa im Vielvölkerstaat Syrien an der Macht ist, kommt es in Syrien immer wieder zu Gewalt gegen Minderheiten, darunter Alawiten, Drusen und Christen.

Starmer begrüßte dem Sprecher zufolge die "Maßnahmen" der syrischen Regierung gegen den Islamischen Staat (IS) und verwies auf Fortschritte bei der Terrorismusbekämpfung. Desweiteren forderte er eine "engere Zusammenarbeit bei der Rückführung (illegaler Migranten), bei der Grenzsicherung und bei der Bekämpfung von Menschenschmugglerringen", erklärte der Sprecher.

Der Bürgerkrieg in Syrien hat eine massive Flüchtlingswelle ausgelöst, rund 31.000 Syrer erhielten zwischen 2011 und 2021 in Großbritannien Asyl.

London hatte im vergangenen Jahr die diplomatischen Beziehungen zu Syrien wieder aufgenommen. Kurz darauf besuchte der damalige Außenminister David Lammy in Damaskus - es war der erste Besuch eines britischen Ministers in Syrien seit 14 Jahren.

Die britische Regierung erklärte damals, sie wolle den politischen Wandel des Landes unterstützen, den wirtschaftlichen Wiederaufbau fördern und die illegale Migration eindämmen.

Am Montag war al-Scharaa von Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) im Kanzleramt in Berlin empfangen worden. Deutschland und Syrien vereinbarten dabei einen gemeinsamen Aktionsplan für die künftige Zusammenarbeit. Merz brachte das Ziel zum Ausdruck, 80 Prozent der derzeit in Deutschland lebenden Syrer in ihr Heimatland zurückzuführen.

(U.Kabuchyn--DTZ)

Empfohlen

Prien: Interessen jüngerer Menschen stärker berücksichtigen

Nach den "GenZ"-Protesten vom Wochenende hat Bundesfamilienministerin Karin Prien (CDU) dazu aufgerufen, die Interessen jüngerer Menschen stärker zu berücksichtigen. "Das sind genau die Debatten, die wir jetzt führen müssen, die auch die jungen Menschen sehr zurecht einfordern", sagte Prien am Montag im Sender RBB. Sie wies darauf hin, dass dafür auch ältere Generationen etwas abgeben müssten.

Trump zeigt sich von Sieg seiner Republikaner bei US-Kongresswahlen überzeugt

Zwei Tage vor den US-Kongresswahlen hat sich US-Präsident Donald Trump überzeugt von einem Sieg seiner Republikaner gezeigt. "Wir werden gewinnen", sagte er am Sonntag (Ortszeit). Die Demokraten seien "extreme und gefährliche Radikale", sagte Trump bei einer Wahlkampfveranstaltung im Bundesstaat Iowa. Sie würden den Wohlstand der Bürger "stehlen" und Migranten ins Land lassen, die dann "plündern, vergewaltigen und brandschatzen" würden.

Zwei Tage vor US-Kongresswahlen: Trump bekräftigt Drohung gegen Iran

Zwei Tage vor den US-Kongresswahlen hat Präsident Donald Trump seine Drohung bekräftigt, die Angriffe gegen den Iran wieder aufzunehmen. "Der einzige Grund, warum ich mit dem Iran noch nicht fertig bin, ist, dass ich nett sein will", sagte Trump am Sonntag vor Anhängern bei einer Wahlkampfveranstaltung im Bundesstaat Iowa. Er wolle "all diese Leben retten". "Aber irgendwann werden wir ihnen einen harten Schlag versetzen müssen."

Koalitiongespräche für mögliche rot-grün-rote Regierung in Berlin starten

In Berlin starten am Montag (10.00 Uhr) die Koalitionsverhandlungen zur Bildung einer möglichen rot-grün-roten Regierung. Dazu kommen die Verhandler von Linken, Grünen und SPD nach Parteiangaben im Abgeordnetenhaus zusammen. Dazu gehören unter anderem auch die Linken-Spitzenkandidatin Elif Eralp, SPD-Landeschef Steffen Krach und Grünen-Spitzenkandidat Werner Graf.

Textgröße ändern: