Deutsche Tageszeitung - Tausende nehmen in Teheran Abschied von getötetem Marinekommandeur

Tausende nehmen in Teheran Abschied von getötetem Marinekommandeur


Tausende nehmen in Teheran Abschied von getötetem Marinekommandeur
Tausende nehmen in Teheran Abschied von getötetem Marinekommandeur / Foto: © AFP

Tausende Menschen haben in der iranischen Hauptstadt Teheran Abschied von dem bei einem israelischen Luftangriff getöteten Marinekommandeur der Revolutionsgarden genommen. Die Menschen versammelten sich am Mittwoch mit iranischen Flaggen und Porträts des getöteten Aliresa Tangsiri auf dem Enghelab-Platz im Zentrum Teherans, wo der Sarg des Kommandeurs langsam durch die Menschenmenge gefahren wurde, wie Journalisten der Nachrichtenagentur AFP berichteten.

Textgröße ändern:

"Egal wie lange es dauert, wir werden weitermachen", sagte ein Mann über den Iran-Krieg. "Wir werden Widerstand bis zum Ende leisten." Ein Junge hob ein Schild mit dem Wort "Rache" in die Höhe.

Tangsiri war vergangene Woche bei einem israelischen Raketenangriff getötet worden. Der Marinekommandeur - einer der erfahrensten und bekanntesten Offiziere der iranischen Revolutionsgarden - war nach israelischen Angaben für die Blockade der Straße von Hormus verantwortlich. Seit Beginn der gemeinsamen Angriffe der USA und Israels auf den Iran sind zahlreiche ranghohe Vertreter der iranischen Führung getötet worden, darunter vor allem der oberste Führer Ali Chamenei und der einflussreiche Sicherheitschef Ali Laridschani.

Die USA und Israel hatten am 28. Februar mit Luftangriffen auf den Iran begonnen. Teheran reagiert seitdem mit Raketen- und Drohnenangriffen auf Israel sowie auf mehrere Golfstaaten und US-Einrichtungen in der Golfregion. Am Mittwochabend erklärte die iranische Militärführung, erneut US-Stützpunkte in der Region und israelische Städte wie Tel Aviv und Eilat mit Drohnen und Raketen angegriffen zu haben.

(L.Svenson--DTZ)

Empfohlen

Seltene Einigkeit: US-Kongress verabschiedet Gesetz für erschwinglichen Wohnraum

In einer äußerst seltenen Zusammenarbeit von Republikanern und Demokraten hat der US-Kongress ein Gesetz verabschiedet, mit dem Wohnraum erschwinglicher gemacht werden soll. Nach dem Senat stimmte am Dienstag auch das Repräsentantenhaus für die Vorlage, mit der das Wohnungsangebot vergrößert, Bauvorschriften gelockert und der Kauf von Wohneigentum erleichtert werden sollen. Das Votum der beiden Kongresskammern erfolgte angesichts zunehmenden Unmuts in der Bevölkerung über hohe Lebenshaltungskosten.

"Spiegel": Pistorius plant Ausstieg aus Rüstungsprojekt Fregatte F126

Bundesverteidigungsminister Boris Pistorius (SPD) plant laut einem "Spiegel"-Bericht den Ausstieg aus dem größten Rüstungsprojekt in der Geschichte der Marine. Das von vielen Problemen begleitete Projekt zum Bau von F126-Fregatten solle nicht weiter fortgesetzt werden, berichtete das Magazin am Dienstagabend. Pistorius wolle stattdessen insgesamt acht Fregatten des Typs Meko-200 vom deutschen Hersteller TKMS kaufen.

450 Jahre Haft für "Antifa-Terroristen" in Texas

Drakonisches Urteil nach teils gewaltsamen Protesten gegen ein US-Abschiebezentrum in Texas: Ein Gericht in dem südlichen Bundesstaat hat am Dienstag Haftstrafen von insgesamt 450 Jahren gegen acht Demonstrantinnen und Demonstranten verhängt, wie das US-Justizministerium mitteilte. Die Anklage warf den angeblichen Antifa-Mitgliedern einen "terroristischen Angriff" auf die Einrichtung der Einwanderungsbehörde ICE nahe Dallas vor.

US-Senat stimmt gegen Trumps Vorgehen im Iran

Erneute Niederlage für US-Präsident Donald Trump im Kongress: Rund drei Wochen nach dem Repräsentantenhaus hat am Dienstag auch der Senat in Washington für ein Ende des Iran-Kriegs gestimmt. Das Votum gilt als symbolisch, da es keine Gesetzeskraft hat.

Textgröße ändern: