Deutsche Tageszeitung - Zahl der Asyl-Erstanträge im März erneut zurückgegangen

Zahl der Asyl-Erstanträge im März erneut zurückgegangen


Zahl der Asyl-Erstanträge im März erneut zurückgegangen
Zahl der Asyl-Erstanträge im März erneut zurückgegangen / Foto: © AFP

Die Zahl der Menschen, die in Deutschland erstmals einen Asylantrag gestellt haben, ist im März erneut spürbar zurückgegangen. Im vergangenen Monat wurden 6981 Erstanträge registriert, wie die "Bild"-Zeitung am Donnerstag unter Berufung auf Zahlen des Bundesinnenministeriums berichtete. Dies entspreche einem Rückgang um rund 22 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat (März 2025: 8983 Anträge).

Textgröße ändern:

Im ersten Quartal dieses Jahres stellten demnach insgesamt 21.617 Geflüchtete erstmals einen Asylantrag, im Vorjahreszeitraum waren es noch 35.657 gewesen. Das entspricht einem Rückgang von 39 Prozent. Bei den Erstanträgen handelt es sich um Asylgesuche von Migranten, die zuvor noch keinen entsprechenden Antrag in der Bundesrepublik gestellt hatten.

Bundesinnenminister Alexander Dobrindt (CSU) wertete die Entwicklung als Erfolg der aktuellen Regierungslinie. "Die Asylwende wirkt. Die Asylzahlen gehen weiter runter", sagte Dobrindt der "Bild"-Zeitung. "Wir gehen unseren Weg von Kontrolle, Kurs und klare Kante konsequent weiter."

Einen starken Rückgang gab es den Angaben zufolge auch bei der Zahl illegaler Einreisen nach Deutschland. So stellte die Bundespolizei an allen deutschen Land-, Luft- und Seegrenzen von Januar bis März 2026 genau 12.147 unerlaubte Einreisen fest – den niedrigsten Wert seit dem Corona-Jahr 2021 (9653 unerlaubte Einreisen). In den Jahren 2023 und 2024 waren es jeweils knapp 20.000 Fälle.

In einem internen Bericht der deutschen Sicherheitsbehörden, der "Bild" vorlag, heißt es dazu: "Saisontypisch bewegen sich die Feststellungen illegaler Migration an den deutschen Grenzen derzeit auf einem niedrigen Niveau." Hauptgrund neben der Jahreszeit seien "nachhaltig reduzierte Migrationsbewegungen" von Menschen aus den "Hauptherkunftsländern Afghanistan, Syrien, Türkei" sowie neue "Zielländer" wie Frankreich, Großbritannien und die skandinavischen Staaten.

Seit die Grenzkontrollen am 7. Mai 2025 verschärft wurden, stellte die Bundespolizei dem Bericht zufolge 43.432 unerlaubte Einreisen fest. Dabei seien 31.725 Menschen sofort zurückgewiesen worden, also knapp Dreiviertel (73 Prozent) aller Fälle. Besonders verletzlichen Gruppen wie älteren Menschen, Kranken und Kindern sei die Einreise gestattet worden. Das passierte demnach in 278 Fällen.

(N.Loginovsky--DTZ)

Empfohlen

Prien: Interessen jüngerer Menschen stärker berücksichtigen

Nach den "GenZ"-Protesten vom Wochenende hat Bundesfamilienministerin Karin Prien (CDU) dazu aufgerufen, die Interessen jüngerer Menschen stärker zu berücksichtigen. "Das sind genau die Debatten, die wir jetzt führen müssen, die auch die jungen Menschen sehr zurecht einfordern", sagte Prien am Montag im Sender RBB. Sie wies darauf hin, dass dafür auch ältere Generationen etwas abgeben müssten.

Trump zeigt sich von Sieg seiner Republikaner bei US-Kongresswahlen überzeugt

Zwei Tage vor den US-Kongresswahlen hat sich US-Präsident Donald Trump überzeugt von einem Sieg seiner Republikaner gezeigt. "Wir werden gewinnen", sagte er am Sonntag (Ortszeit). Die Demokraten seien "extreme und gefährliche Radikale", sagte Trump bei einer Wahlkampfveranstaltung im Bundesstaat Iowa. Sie würden den Wohlstand der Bürger "stehlen" und Migranten ins Land lassen, die dann "plündern, vergewaltigen und brandschatzen" würden.

Zwei Tage vor US-Kongresswahlen: Trump bekräftigt Drohung gegen Iran

Zwei Tage vor den US-Kongresswahlen hat Präsident Donald Trump seine Drohung bekräftigt, die Angriffe gegen den Iran wieder aufzunehmen. "Der einzige Grund, warum ich mit dem Iran noch nicht fertig bin, ist, dass ich nett sein will", sagte Trump am Sonntag vor Anhängern bei einer Wahlkampfveranstaltung im Bundesstaat Iowa. Er wolle "all diese Leben retten". "Aber irgendwann werden wir ihnen einen harten Schlag versetzen müssen."

Koalitiongespräche für mögliche rot-grün-rote Regierung in Berlin starten

In Berlin starten am Montag (10.00 Uhr) die Koalitionsverhandlungen zur Bildung einer möglichen rot-grün-roten Regierung. Dazu kommen die Verhandler von Linken, Grünen und SPD nach Parteiangaben im Abgeordnetenhaus zusammen. Dazu gehören unter anderem auch die Linken-Spitzenkandidatin Elif Eralp, SPD-Landeschef Steffen Krach und Grünen-Spitzenkandidat Werner Graf.

Textgröße ändern: