Deutsche Tageszeitung - Wirtschaftsministerin Reiche sucht externe Berater für Ministeriumsaufgaben

Wirtschaftsministerin Reiche sucht externe Berater für Ministeriumsaufgaben


Wirtschaftsministerin Reiche sucht externe Berater für Ministeriumsaufgaben
Wirtschaftsministerin Reiche sucht externe Berater für Ministeriumsaufgaben / Foto: © AFP

Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche (CDU) ist auf der Suche nach externen Beratern für ihr Ministerium. Das Wirtschafsministerium (BMWE) solle angesichts multipler Krisen "besser und agiler" aufgestellt werden, sagte ein Sprecher des Bundeswirtschaftsministeriums dem Magazin "Spiegel". Die für Beratungsverträge ausgeschriebenen Leistungen seien keine, "die von Mitarbeitenden des BMWE erbracht werden können". Ministeriumsangestellte sehen das dem Bericht zufolge allerdings anders.

Textgröße ändern:

Der "Spiegel" zitiert aus einer Ausschreibung für eine "Rahmenvereinbarung strategische Top-Management-Beratung", die am Dienstag veröffentlicht wurde. Die Bewerbungsfrist ist mit 14 Tagen, noch dazu über die Osterfeiertage, sehr kurz. Das gesuchte Unternehmen soll demnach unter anderem zu "prioritären Themenfeldern" wie Rohstoffsicherheit, Zukunftstechnologien und Souveränität, außenwirtschaftliche Sicherheit oder industrielle Transformation "Analysen und Diskussionspapiere" erarbeiten.

Gefordert werden dem Bericht zufolge auch "kurzfristige Ad-hoc-Beratung" und "Kurzanalysen, Steckbriefe, Handlungsempfehlungen und Präsentationsunterlagen". Die Berater, die Reiche offenbar ständig zur Seite stehen sollen, würden auch kurzfristig "Analysen und Diskussionspapiere zu aktuellen fachpolitischen Fragestellungen" erarbeiten und bewerten, welche Wirkung "inhaltliche Neuausrichtungen" im Ministerium haben.

Ein nicht namentlich genannter Ministeriumsmitarbeiter kritisierte im "Spiegel", solche Aufgaben "betreffen das Herzstück der Verwaltung" und seien teils "originäre ministerielle Kernaufgaben". Die "Delegation ganzer Aufgabenpakete der Fachreferate an extrem teure externe Berater" sei nicht nur "fragwürdig", sondern auch ein Zeichen von "Misstrauen in die eigene ministerielle Expertise". Die Kosten für die Berater dürften in die Millionen gehen.

(V.Sørensen--DTZ)

Empfohlen

Trump-Versprechen: 5000 Dollar für jeden US-Bürger bei Republikaner-Wahlsieg

5000 Dollar für jeden erwachsenen US-Bürger bei einem Wahlsieg der Republikaner: Unter anderem mit diesem Geldversprechen will US-Präsident Donald Trump die fortbestehende Kontrolle seiner Partei über beide Kongresskammern nach der Wahl Anfang November sichern. "Wenn die Republikaner gewinnen, gewinnt ihr mit uns", sagte Trump am Mittwoch (Ortszeit) bei einem Parteitag im texanischen Dallas. Zur Finanzierung der Kosten von mutmaßlich mehr als einer Billion Dollar verwies Vizepräsident JD Vance auf Einnahmen durch Zölle.

Fehl-Investitionen von Krankenkassen könnten Milliardenverlust zur Folge haben

Die Bundesregierung fordert Aufklärung über womöglich milliardenschwere Fehlinvestitionen von Krankenkassen. Mindestens ein Dutzend Krankenkassen steckten insgesamt 1,1 Milliarden Euro in "leistungsgestörte Geldanlagen", wie es in einer am Donnerstag veröffentlichten Antwort der Bundesregierung auf eine Kleine Anfrage der Grünen-Bundestagsfraktion heißt. Es müsse nun sorgfältig aufgeklärt werden, wie es trotz der strengen Regelungen im Sozialgesetzbuch zu hohen Verlusten kommen konnte.

Vor Wahl in Mecklenburg-Vorpommern: SPD in Umfrage knapp hinter AfD

Rund anderthalb Wochen vor der Landtagswahl in Mecklenburg-Vorpommern liegt die AfD einer Umfrage zufolge weiter vorn, die SPD folgt aber mit nur wenig Abstand. Die am Donnerstag veröffentlichte Erhebung des Instituts Insa für den "Nordkurier" sah die AfD bei 36 Prozent. Im Vergleich zu einer ähnlichen Umfrage von vor vier Wochen blieb ihr Wert damit stabil.

Bundesweiter Warntag: Behörden zieht erste positive Bilanz

Nach dem bundesweiten Probealarm am sogenannten Warntag hat das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK) eine erste positive Bilanz gezogen. Es habe zeigen können, "dass unser Bundeswarnsystem und die daran angeschlossenen Warnkanäle zuverlässig funktionieren und im Ernstfall Millionen von Bürgerinnen und Bürgern warnen", erklärte BBK-Präsidentin Grit Tüngler am Donnerstag in Bonn.

Textgröße ändern: