Deutsche Tageszeitung - Druck von Verteidigungsminister Hegseth: Chef des US-Heeres tritt zurück

Druck von Verteidigungsminister Hegseth: Chef des US-Heeres tritt zurück


Druck von Verteidigungsminister Hegseth: Chef des US-Heeres tritt zurück
Druck von Verteidigungsminister Hegseth: Chef des US-Heeres tritt zurück / Foto: © AFP/Archiv

Auf Druck von Verteidigungsminister Pete Hegseth ist der Chef des US-Heeres inmitten des Iran-Kriegs zurückgetreten. General Randy George sei aufgefordert worden, in den sofortigen Ruhestand zu gehen, bestätigte ein US-Regierungsvertreter am Donnerstag (Ortszeit) einen CBS-Bericht. Später schrieb Pentagon-Sprecher Sean Parnell im Onlinedienst X, George werde "mit sofortiger Wirkung von seinem Amt zurücktreten". Gründe nannte Parnell nicht. Auch zwei weitere Generäle wurden laut Medienberichten entlassen.

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CBS berichtete unter Berufung auf informierte Kreise, Hegseth wolle einen General auf dem Posten, der seine Vision und die von US-Präsident Donald Trump vom Heer teile. George, der in seiner knapp vier Jahrzehnte währenden Militär-Karriere unter anderem im Irak und in Afghanistan eingesetzt war, war von Trumps Vorgänger Joe Biden an die Spitze der Landstreitkräfte berufen worden.

Laut CBS wird der Vize-Chef des Heeres, General Christopher LaNeve, vorübergehend das Amt von George übernehmen. Hegseth hatte ihn bereits zuvor als einen "kampferprobten Anführer mit jahrzehntelanger Einsatzerfahrung" bezeichnet.

Die "Washington Post" und CBS berichteten, auch die Generäle David Hodne und William Green Jr. seien entlassen worden. Hodne leitete das Kommando für Transformation und Ausbildung der Armee, während Green für die Militärgeistlichen verantwortlich war.

Seit Beginn von Trumps zweiter Amtszeit sind zahlreiche ranghohe Militärvertreter ausgetauscht worden. So wurde im Februar 2025 Generalstabschef Charles "CQ" Brown - ein Afroamerikaner - ohne Angabe von Gründen gefeuert.

Ausgetauscht wurden auch die Spitzen von Marine, Küstenwache und des Geheimdienstes NSA. Die oppositionellen Demokraten warnen vor einer politischen Vereinnahmung der traditionell neutralen US-Streitkräfte.

Hegseth, der sich selbst "Kriegsminister" nennt, hatte im Mai deutliche Einschnitte bei der Zahl der aktiven Vier-Sterne-Generäle und Admiräle angekündigt.

Ende März hatte Hegseth für den Iran-Krieg angekündigt, dass die kommenden Tage "entscheidend" sein würden. Einen Einsatz von Bodentruppen schloss er erneut nicht aus: "Wenn es nötig wäre, könnten wir diese Optionen im Auftrag des Präsidenten der Vereinigten Staaten und dieses Ministeriums umsetzen." Womöglich müssten die USA dies aber nicht tun, "vielleicht funktionieren die Verhandlungen" mit Teheran, sagte er.

(L.Barsayjeva--DTZ)

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