Deutsche Tageszeitung - Trump: Zweites Besatzungsmitglied nach Abschuss von US-Kampfjet im Iran gerettet

Trump: Zweites Besatzungsmitglied nach Abschuss von US-Kampfjet im Iran gerettet


Trump: Zweites Besatzungsmitglied nach Abschuss von US-Kampfjet im Iran gerettet

Nach dem Abschuss eines US-Kampfjets über dem Iran ist nach den Worten von US-Präsident Donald Trump auch das zweite Besatzungsmitglied gerettet worden. "Wir haben ihn", schrieb Trump am Sonntag in seinem Onlinedienst Truth Social an die Bürger der USA gerichtet. Der Soldat sei "sicher und wohlauf". Am Vortag hatte Trump sein am Montag auslaufendes Ultimatum an Teheran zur Öffnung der Straße von Hormus bekräftigt. Derweil überzog die Islamische Republik die benachbarten Golfstaaten und Israel erneut mit heftigen Luftangriffen.

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Das US-Militär habe den Offizier in "einer der gewagtesten Such- und Rettungsaktionen in der Geschichte der Vereinigten Staaten" gerettet, er könne "voller Freude mitteilen", dass der Soldat zwar verletzt, aber "sicher und wohlauf" sei.

"Er wird sich wieder erholen", schrieb Trump weiter über das gerettete Besatzungsmitglied. Der "tapfere Krieger" habe sich "hinter den feindlichen Linien in den tückischen Bergen des Iran" befunden und sei dort "von unseren Feinden gejagt" worden.

Weiter erklärte Trump, er habe das US-Militär angewiesen, "dutzende von Flugzeugen, ausgerüstet mit den tödlichsten Waffen der Welt, zu entsenden", um den Piloten aufzuspüren.

Es sei "das erste Mal in der Geschichte des Militärs, dass zwei US-Piloten getrennt voneinander tief im feindlichen Gebiet gerettet wurden", erklärte der US-Präsident. Er fügte hinzu, dass beide Einsätze "ohne einen einzigen amerikanischen Toten oder Verletzten" abgeschlossen worden seien.

Trump sprach von einer "wundersamen Such- und Rettungsaktion". Sie sei auf "die erfolgreiche Rettung eines weiteren mutigen Piloten" am Vortag erfolgt. Diese Rettungsaktion sei zunächst nicht bestätigt worden, "da wir unsere zweite Rettungsaktion nicht gefährden wollten".

Die iranischen Revolutionsgarden erklärten ihrerseits, sie hätten bei dem US-Rettungseinsatz ein US-Flugzeug abgeschossen. Der Abschuss sei in der Region Isfahan erfolgt, meldete die Nachrichtenagentur Tasnim unter Berufung auf die Revolutionsgarden.

Nach dem Abschuss des F-15-Kampfjets über dem Iran am Freitag hatten sich der Iran und die USA einen Wettlauf bei der Suche des noch vermissten Besatzungsmitglieds geliefert. Eines der beiden Besatzungsmitglieder des Flugzeugs hatten US-Spezialeinheiten bereits kurz nach dem Abschuss gerettet.

Derweil gingen die gegenseitigen Angriffe in der Nacht zu Sonntag weiter. Im Iran wurden nach Angaben der staatlichen Nachrichtenagentur Tasnim bei Angriffen in der Grenzregion zu Aserbaidschan drei Menschen getötet. Drei weitere Menschen wurden demnach bei den Attacken auf die Ortschaften Dschafarabad und Germi in der an Aserbaidschan angrenzenden Provinz Ardabil verletzt.

Der Iran wirft Israel seit längerem vor, das Territorium des Nachbarlands Aserbaidschan für Geheimdienstoperationen und Angriffe zu nutzen. Israel ist ein wichtiger Waffenlieferant für den Kaukasus-Staat.

In Israel ertönte am Sonntag in den frühen Morgenstunden erneut Luftalarm. Die Armee meldete eine neue Angriffswelle mit iranischen Raketen.

Auch mehrere Golfstaaten wurden nach den Angaben der örtlichen Behörden erneut vom Iran attackiert. Im Golfemirat Kuwait beschädigte ein iranischer Drohnenangriff laut dem Elektrizitäts- und Wasserministerium zwei Kraftwerke mit angeschlossener Wasserentsalzungsanlage erheblich. Menschen seien nicht zu Schaden gekommen.

Auch die Luftabwehr der Vereinigten Arabischen Emirate reagierte am Sonntag nach Angaben des Verteidigungsministerium auf Angriffe mit Raketen und Drohnen. Die Behörden in Bahrain meldeten am Sonntag einen Brand in einer Raffinerie "als Folge iranischer Aggression".

Die iranische Nachrichtenagentur Irna hatte am Samstag unter Berufung auf das iranische Militär berichtet, Teheran habe "Aluminiumindustrien" in den Emiraten sowie US-Militärinfrastruktur in Kuwait ins Visier genommen.

Die Emirate sind ein enger Verbündeter der USA. Sie gehören zudem wie Bahrain zu den Unterzeichnern der Abraham-Abkommen von 2020, mit denen mehrere arabische Staaten ihre Beziehungen zu Israel normalisiert hatten.

Die USA und Israel hatten am 28. Februar mit Luftangriffen auf den Iran begonnen. Teheran reagiert seitdem mit Raketen- und Drohnenangriffen auf Israel sowie auf mehrere Golfstaaten und US-Einrichtungen in der Region.

Seit Beginn des Krieges ist zudem die Straße von Hormus, durch die rund ein Fünftel des weltweiten Öl- und Flüssiggastransports verläuft, durch die iranischen Streitkräfte weitgehend gesperrt. Zudem attackierte der Iran Ölanlagen und Tanker in der Golfregion. Dies ließ die Öl- und Gaspreise weltweit in die Höhe schnellen.

Am Samstag bekräftigte Trump sein zuvor bis zum 6. April verschobenes Ultimatum an den Iran. "Erinnern Sie sich daran, wie ich dem Iran zehn Tage Zeit gegeben habe, einen Deal zu machen oder die Straße von Hormus zu öffnen", schrieb Trump auf seiner Onlineplattform Truth Social. "48 Stunden, bevor die Hölle über sie niederregnen wird."

(N.Loginovsky--DTZ)

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