Deutsche Tageszeitung - Opec-Staaten beschließen erhöhte Ölproduktion um 206.000 Barrel pro Tag ab Mai

Opec-Staaten beschließen erhöhte Ölproduktion um 206.000 Barrel pro Tag ab Mai


Opec-Staaten beschließen erhöhte Ölproduktion um 206.000 Barrel pro Tag ab Mai
Opec-Staaten beschließen erhöhte Ölproduktion um 206.000 Barrel pro Tag ab Mai / Foto: © AFP/Archiv

Angesichts der Auswirkungen des Iran-Krieges auf die weltweiten Ölpreise haben Mitglieder der Organisation erdölexportierender Länder und ihrer Partner (Opec plus) zum zweiten Mal in Folge eine Erhöhung ihrer Produktionsquoten für den kommenden Monat beschlossen. Die Opec-plus-Gruppe, zu der die führenden Ölproduzenten Saudi-Arabien, Russland und mehrere Golfstaaten gehören, habe "eine Förderanpassung ab Mai" in Höhe von 206.000 Barrel pro Tag beschlossen, erklärte die Organisation am Sonntag. Für den April hatte die Opec-plus-Gruppe bereits ebenfalls eine Erhöhung um 206.000 Barrel pro Tag angekündigt.

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Die Gruppe warnte jedoch, dass infolge von Schäden an der Energieinfrastruktur weiterhin mit Preisschwankungen auf dem Ölmarkt zu rechnen sei. Von entscheidender Bedeutung sei "die Sicherung internationaler Seewege, um einen ununterbrochenen Energiefluss zu gewährleisten". Die weltweite Versorgung werde möglicherweise noch lange beeinträchtigt sein.

Angesichts der steigenden Ölpreise hatten acht Opec-Mitglieder zuvor über eine Änderung ihrer Produktionsquoten beraten.

Seit Beginn des Iran-Krieges Ende Februar ist die Straße von Hormus, durch die rund ein Fünftel des weltweiten Öl- und Flüssiggastransports verläuft, durch das iranische Militär de facto gesperrt. Die Meerenge zwischen der Arabischen Halbinsel und dem Iran wird von den iranischen Revolutionsgarden kontrolliert. Zudem beschoss der Iran Ölanlagen in mehreren Ländern der Golfregion sowie Öltanker. Diese Entwicklungen ließen die Öl- und Gaspreise in die Höhe schnellen.

Bei erneuten iranischen Angriffen auf den Golfstaat Kuwait wurden derweil nach Angaben der staatlichen Ölgesellschaft mehrere Ölförderanlagen beschädigt. Die Angriffe hätten "in mehreren Anlagen zu Bränden geführt und schwere Sachschäden verursacht", erklärte die Ölgesellschaft Kuwaits am Sonntag.

(L.Møller--DTZ)

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