Deutsche Tageszeitung - Vier Tote nach direktem Einschlag von iranischer Rakete in Wohnhaus in Haifa

Vier Tote nach direktem Einschlag von iranischer Rakete in Wohnhaus in Haifa


Vier Tote nach direktem Einschlag von iranischer Rakete in Wohnhaus in Haifa
Vier Tote nach direktem Einschlag von iranischer Rakete in Wohnhaus in Haifa / Foto: © AFP

Beim direkten Einschlag einer iranischen Rakete in ein Wohnhaus in der israelischen Stadt Haifa sind vier Menschen getötet worden. Sie waren bei dem Angriff unter Trümmern verschüttet worden - und konnten nach Angaben der Rettungskräfte am Montag nach stundenlanger Suche nur noch tot geborgen werden. Laut einem Armeevertreter wurde das Haus direkt von einer iranischen Rakete getroffen.

Textgröße ändern:

Zunächst vermeldete die Feuerwehr den Fund von zwei Leichen, später wurden die anderen beiden Verschütteten tot entdeckt. "Zusammenfassend lässt sich sagen, dass alle vier vermissten Personen gefunden wurden. Sie wurden ohne Lebenszeichen aufgefunden, und die Sanitäter erklärten sie für tot", teilte der israelische Rettungsdienst Magen David Adom mit.

Die Rakete hatte das Wohnhaus in der nördlichen israelischen Stadt am Sonntagabend getroffen. Der direkte Treffer in das siebenstöckige Gebäude riss Teile des Wohnhauses ab, wie die Armee und Rettungsdienste mitteilten. Nach Angaben der Feuerwehr stürzte das Gebäude teilweise ein. "Wir haben ein riesiges Zerstörungsgebiet", sagte der Stabschef des israelischen Heimatschutzkommandos, Elad Edri.

Nach Angaben von Magen David Adom wurde ein 82-jähriger Mann schwer verletzt aus den Trümmern geborgen. Zwei Frauen im Alter von 77 und 38 Jahren hätten leichtere Verletzungen erlitten. Ein zehn Monate altes Baby wurde demnach am Kopf verletzt.

Aufnahmen der Nachrichtenagentur AFP zeigten Rettungskräfte, die mit Taschenlampen in den Trümmern und zwischen verstreuten Betonblöcken suchten. Ein AFP-Korrespondent berichtete, dass dutzende israelische Sicherheitskräfte und Rettungskräfte am Ort des Angriffs im Einsatz waren. Auf von Magen David Adom veröffentlichten Bildern und Videoaufnahmen war Rauch über den Trümmern eines zerstörten Gebäudes in einem dicht besiedelten Wohngebiet zu sehen.

Der Angriff erfolgte nach Armeeangaben wenige Minuten nach einer Warnung vor einer neuen Welle iranischer Angriffe. Insgesamt registrierte die israelische Armee am Sonntag fünf Angriffswellen.

Die USA und Israel hatten am 28. Februar mit Luftangriffen auf den Iran begonnen. Teheran reagiert seitdem mit Raketen- und Drohnenangriffen auf Israel sowie auf mehrere Golfstaaten und US-Einrichtungen in der Region.

(W.Budayev--DTZ)

Empfohlen

Rubio: Washington wird keine Durchfahrtsgebühren für Straße von Hormus akzeptieren

Kein Land darf nach den Worten von US-Außenminister Marco Rubio Mautgebühren für die Durchfahrt der Straße von Hormus erheben. "Es handelt sich um eine internationale Wasserstraße", betonte Rubio bei seiner Ankunft in Abu Dhabi am Dienstag. "Kein Land darf auf einer internationalen Wasserstraße Mautgebühren oder Abgaben erheben. Das ist geltendes Völkerrecht", fügte er hinzu.

An der Straße von Hormus festsitzende Seeleute sollen Region verlassen können

Die Internationale Seeschifffahrts-Organisation (IMO) hat in Absprache mit den Anrainer-Ländern die Voraussetzungen dafür geschaffen, dass die mehr als 11.000 an der Straße von Hormus festsitzenden Seeleute das Gebiet verlassen können. Die Fahrt ihrer Schiffe erfolge über festgelegte Routen und "in enger Zusammenarbeit mit dem Iran, dem Oman, allen anderen Anrainerländern und mit den USA", erklärte IMO-Generalsekretär Arsenio Dominguez am Dienstag.

Großbritannien: Premier Starmer will "reibungslose" Übergabe an Nachfolger

Nach seiner Rücktrittsankündigung am Montag will der britische Premierminister Keir Starmer den Stabwechsel "so reibungslos wie möglich gestalten". Ein Regierungssprecher sagte am Dienstag, es könnte schon in Kürze Gespräche mit dem Team seines Konkurrenten Andy Burnham geben, der Labour-Parteichef und damit auch Premierminister werden will. Falls Burnham keinen Gegenkandidaten hat, könnte er am 17. Juli in die Downing Street einziehen. In der Partei brachten sich allerdings auch zwei weitere Bewerber in Stellung.

Beschwerden von ARD und ZDF: Karlsruhe verhandelt Streit über Rundfunkbeitrag

Die Höhe des Rundfunkbeitrags hat am Dienstag das Bundesverfassungsgericht beschäftigt. Karlsruhe verhandelte über einen von ARD und ZDF angestrengten Rechtsstreit. Die Sender wehren sich dagegen, dass der Beitrag 2025 nicht erhöht wurde - anders als es die unabhängige Kommission zur Ermittlung des Finanzbedarfs der Rundfunkanstalten (KEF) empfohlen hatte. Das verstoße gegen die Rundfunkfreiheit, argumentieren sie. (Az. 1 BvR 2524/24 und 1 BvR 2525/24)

Textgröße ändern: