Deutsche Tageszeitung - Staatsdefizit in vergangenem Jahr um fast 23 Milliarden Euro gestiegen

Staatsdefizit in vergangenem Jahr um fast 23 Milliarden Euro gestiegen


Staatsdefizit in vergangenem Jahr um fast 23 Milliarden Euro gestiegen
Staatsdefizit in vergangenem Jahr um fast 23 Milliarden Euro gestiegen / Foto: © AFP/Archiv

Das deutsche Staatsdefizit ist nach Angaben des Statistischen Bundesamts im vergangenen Jahr um 22,9 Milliarden Euro gestiegen. Mit 127,3 Milliarden Euro lag es wieder auf dem Niveau des Energiekrisenjahres 2022 nach Beginn des russischen Angriffskriegs auf die Ukraine, wie die Behörde am Dienstag in Wiesbaden mitteilte. Alle Ebenen waren im Minus.

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Die Ausgaben des öffentlichen Gesamthaushalts legten im Vergleich zum Vorjahr demnach um sechs Prozent auf knapp 2,2 Billionen Euro zu, während die Einnahmen um 5,2 Prozent auf fast 2,1 Billionen Euro stiegen. Das ergab ein Finanzierungsdefizit von 127,3 Milliarden Euro.

Die Statistik erfasst Kern- und Extrahaushalte aller staatlichen Ebenen sowie die Sozialversicherung. Laut Bundesamt stieg das Defizit im Vergleich zu 2024 beim Bund und bei den Kommunen deutlich - auf der Bundesebene um 34,5 Milliarden Euro auf 85,4 Milliarden Euro, bei Städten und Gemeinden um 7,1 Milliarden Euro auf 31,9 Milliarden Euro. Im kommunalen Bereich erreichte das Minus demnach einen Negativrekord.

Ihre Finanzierungslücke um 9,5 Milliarden Euro auf 8,7 Milliarden Euro verkleinern konnten die Bundesländer. Parallel sank das Defizit der Sozialversicherung - und zwar um 9,2 Milliarden Euro auf 1,3 Milliarden.

Wie die Statistiker weiter mitteilten, bestand in dem flächendeckenden Defizit über sämtliche staatlichen Ebenen hinweg ein entscheidender Unterschied zu dem von Energiepreisschocks geprägten Krisenjahr 2022. Damals häufte demnach nur der Bund ein "außerordentlich großes Defizit" an. Zu neuen Staatsschulden habe dies aber nicht in vollem Umfang geführt, weil weniger Kredite als geplant aufgenommen worden seien.

(M.Dorokhin--DTZ)

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