Deutsche Tageszeitung - Trump warnt vor Tod "einer gesamten Zivilisation" im Iran

Trump warnt vor Tod "einer gesamten Zivilisation" im Iran


Trump warnt vor Tod "einer gesamten Zivilisation" im Iran
Trump warnt vor Tod "einer gesamten Zivilisation" im Iran / Foto: © AFP

US-Präsident Donald Trump hat kurz vor Ablauf seines Ultimatums an den Iran den Ton erneut verschärft. "Eine ganze Zivilisation wird heute Nacht sterben und niemals wieder zum Leben erweckt werden", warnte er am Dienstag in seinem Onlinedienst Truth Social. "47 Jahre Erpressung, Korruption und Tod werden endlich zu Ende gehen", schrieb Trump in Anspielung auf die Islamische Revolution von 1979 weiter.

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Trump hatte der Führung in Teheran mit massiven Angriffen auf die Infrastruktur gedroht, sollte der Iran nicht ein Abkommen zum Ende seines Atomprogramms schließen und die Straße von Hormus wieder öffnen. Bereits vor Ablauf seines Ultimatums um 20.00 Uhr US-Ostküstenzeit (Mittwochfrüh 02.00 Uhr MESZ) kam es zu einer Angriffswelle.

In Teheran waren am Dienstag laute Explosionen zu hören, iranische Staatsmedien schrieben von 18 Toten nahe der Hauptstadt. Die israelische Armee fing nach eigenen Angaben erneut Raketen aus dem Iran ab. In Saudi-Arabien löste ein nächtlicher Angriff einen Brand in einer bedeutenden Erdöl-Industrieanlage aus.

Iranischen Staatsmedien zufolge wurde zudem die Insel Charg angegriffen. Sie liegt vor der Westküste des Iran und ist ein bedeutender Terminal für Ölexporte aus dem Land. Trump hatte mit einer Einnahme der Insel durch die US-Streitkräfte gedroht.

Trump äußerte erneut die Hoffnung auf einen Umsturz durch die iranische Bevölkerung. "Jetzt, da wir einen vollständigen und totalen Regimewechsel haben, bei dem andere, klügere und weniger radikalisierte Köpfe den Ton angeben, kann vielleicht etwas revolutionär Wunderbares geschehen - wer weiß?" schrieb er in seiner Online-Veröffentlichung.

Trump hatte am Montag angegeben, die USA hätten der Protestbewegung im Iran Waffen liefern wollen. Diese seien aber in den falschen Händen gelandet. Nach Angaben des Senders Fox News meinte er damit kurdische Kräfte.

Der Iran-Krieg hatte am 28. Februar mit Angriffen der USA und Israels auf die Islamische Republik begonnen. Dabei wurde unter anderem der oberste Führer Ayatollah Ali Chamenei getötet. Teheran reagiert seitdem mit Raketen- und Drohnenangriffen auf Israel sowie auf mehrere Golfstaaten und US-Einrichtungen in der Region.

(U.Beriyev--DTZ)

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