Deutsche Tageszeitung - Artemis-Astronauten machen Bild von "Erduntergang" hinter dem Mond

Artemis-Astronauten machen Bild von "Erduntergang" hinter dem Mond


Artemis-Astronauten machen Bild von "Erduntergang" hinter dem Mond
Artemis-Astronauten machen Bild von "Erduntergang" hinter dem Mond / Foto: © NASA/AFP

Den Astronauten der Mondmission Artemis 2 ist eine Aufnahme der Erde aus bisher noch nie gesehener Perspektive geglückt. Die Nasa veröffentlichte am Dienstag im Onlinedienst X ein Foto der Erde, die hinter dem Mondhorizont versinkt. Das Bild des "Erduntergangs" erinnere "an das ikonische Erdaufgangs-Foto", das der US-Astronaut Bill Anders vor mehr als 57 Jahren geschossen habe, erklärte die Nasa. Anders gehörte zur Besatzung der Mission Apollo 8, die im Dezember 1968 erstmals den Mond umrundet hatte.

Textgröße ändern:

Das Weiße Haus veröffentlichte auf X zudem das Foto einer totalen Sonnenfinsternis, die die Artemis-Astronauten beobachten konnten. Dabei schob sich der Mond vollständig vor die Sonne. Dies sei "ein Anblick, den nur wenige in der Geschichte der Menschheit je gesehen haben", erklärte das Weiße Haus.

Die Nasa machte unter dem Titel "Sicherheit geht vor" dazu ein Foto der vier Astronauten mit Spezialbrillen publik. Die Besatzung trug sie, um Netzhautschäden beim Blick Richtung Sonne zu vermeiden. Das Besatzungsmitglied Victor Glover hatte den Anblick der Sonnenfinsternis "überwältigend" genannt. An Bord der Orion-Kapsel sind daneben die US-Astronauten Christina Koch und Kommandeur Reid Wiseman sowie der Kanadier Jeremy Hansen.

Die Raumfahrer befinden sich derzeit auf dem Rückweg zur Erde. Sie hatten am Montag mit 406.778 Kilometern Entfernung zur Erde einen neuen Rekord aufgestellt. Sie umrundeten den Mond, bevor die Orion-Kapsel auf die Rückkehrbahn einschwenkte.

Die vier Astronauten waren am Mittwoch (Ortszeit) vom Weltraumbahnhof Kennedy Space Center im US-Bundesstaat Florida zu ihrer historischen Reise gestartet. Artemis 2 ist die erste bemannte Mission in Richtung Mond seit mehr als 50 Jahren. Eine Landung auf dem Erdtrabanten strebt die Nasa erst im Jahr 2028 an.

(A.Nikiforov--DTZ)

Empfohlen

Selenskyj dankt Merz für Deutschlands "starke Unterstützung" für die Ukraine

Vor einer EU-Abstimmung über ein 90-Milliarden-Euro-Darlehen für die Ukraine hat der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) für seine Unterstützung gedankt. Im Onlinedienst X erklärte Selenskyj am Dienstagabend, in einem Gespräch mit Merz habe er dessen "so starke Unterstützung der Ukraine" gelobt. Sie hätten Themen der bilateralen und multilateralen Beziehungen gesprochen sowie über "die Schritte, die notwendig sind, um den Beitritt der Ukraine zur Europäischen Union voranzutreiben".

Nach Druschba-Reparatur: EU dringt auf schnelle Freigabe der Ukraine-Hilfen

Nach der von der Ukraine verkündeten Reparatur der Druschba-Pipeline für russisches Öl nach Europa fordert die EU eine schnelle Freigabe der von Ungarn blockierten Ukraine-Hilfen. "Ich erwarte eine positive Entscheidung zum 90-Milliarden-Euro-Darlehen in den nächsten 24 Stunden", sagte die EU-Außenbeauftragte Kaja Kallas am Dienstag nach einem Treffen der EU-Außenminister in Luxemburg. Bundesaußenminister Johann Wadephul (CDU) forderte Ungarn auf, die "ungebührlichen Blockaden" gegen die Ukraine-Unterstützung "schnellstmöglich" zu beenden.

US-Vertreter: Abreise von JD Vance nach Pakistan verzögert sich wegen weiterer Beratungen

Die Abreise von US-Vizepräsident JD Vance zu Gesprächen in Pakistan über eine Beendigung des Iran-Kriegs hat sich am Dienstag nach Angaben aus dem Weißen Haus wegen zusätzlicher Beratungen in Washington verzögert. "Es finden zusätzliche Treffen im Weißen Haus statt, an denen der Vizepräsident teilnehmen wird", erklärte ein hochrangiger Mitarbeiter des Weißen Hauses gegenüber der Nachrichtenagentur AFP. Nähere Angaben machte er nicht.

Bedeutsames Referendum zu Neuzuschnitt von Wahlkreisen im US-Bundesstaat Virginia

In einem bedeutsamen Referendum vor den US-Zwischenwahlen im November haben die Bürger im Bundesstaat Virginia am Dienstag über einen Neuzuschnitt der Wahlkreise abgestimmt. Dieser könnte den Demokraten des Ostküstenstaates vier zusätzliche Sitze im Repräsentantenhaus in Washington einbringen und damit den republikanischen Präsidenten Donald Trump unter Druck setzen.

Textgröße ändern: