Deutsche Tageszeitung - Pakistan drängt Trump zu zweiwöchigem Fristaufschub für den Iran

Pakistan drängt Trump zu zweiwöchigem Fristaufschub für den Iran


Pakistan drängt Trump zu zweiwöchigem Fristaufschub für den Iran
Pakistan drängt Trump zu zweiwöchigem Fristaufschub für den Iran / Foto: © AFP

Kurz vor Ablauf des Ultimatums von US-Präsident Donald Trump an den Iran hat der Vermittler Pakistan zu einem erneuten Aufschub gedrängt. Der pakistanische Regierungschef Shehbaz Sharif bat Trump am Dienstag im Onlinedienst X, "die Frist um zwei Wochen zu verlängern", um den Verhandlungen eine Chance zu geben. Derweil solle der Iran als Zeichen des guten Willens für zwei Wochen die Straße von Hormus öffnen.

Textgröße ändern:

Der pakistanische Regierungschef rief alle Kriegsparteien überdies zu einer zweiwöchigen Waffenruhe auf. Diese solle es den Unterhändlern ermöglichen, "den Krieg mit einem endgültigen Ergebnis zu beenden – im Interesse eines langfristigen Friedens und einer langfristigen Stabilität in der Region".

Das Weiße Haus erklärte dazu, Trump prüfe den Vorschlag. Ursprünglich hatte Pakistan nach US-Medienberichten eine Waffenruhe von 45 Tagen ins Gespräch gebracht. Der US-Präsident hatte dies als "wichtigen Schritt" bezeichnet, der allerdings nicht ausreiche.

Sharif schrieb weiter, die diplomatischen Bemühungen schritten voran. Er äußerte die Hoffnung, dass sie "in naher Zukunft zu substanziellen Ergebnissen führen" könnten. Der pakistanische Regierungschef spielt eine zentrale Rolle bei den Bemühungen zur Beilegung des Iran-Krieges.

Trump hatte der Führung in Teheran mit massiven Angriffen auf Brücken und Kraftwerke gedroht, sollte der Iran nicht die Straße von Hormus öffnen, durch die rund ein Fünftel des weltweiten Öl- und Flüssiggastransports verläuft. Kurz vor Ablauf der Frist um 20.00 Uhr US-Ostküstenzeit (Mittwochfrüh 02.00 Uhr MESZ) legte Trump am Dienstag nach und drohte dem Iran mit der Auslöschung seiner "ganzen Zivilisation".

Trump hatte sein Ultimatum an den Iran ursprünglich bereits am 21. März gestellt. Danach verlängerte er es aber mehrfach. Zu den Bedingungen machte er widersprüchliche Angaben. Neben der Öffnung der Straße von Hormus verlangte er, der Iran müsse sich zur Aufgabe seines Atomprogramms verpflichten.

(V.Varonivska--DTZ)

Empfohlen

Prien: Interessen jüngerer Menschen stärker berücksichtigen

Nach den "GenZ"-Protesten vom Wochenende hat Bundesfamilienministerin Karin Prien (CDU) dazu aufgerufen, die Interessen jüngerer Menschen stärker zu berücksichtigen. "Das sind genau die Debatten, die wir jetzt führen müssen, die auch die jungen Menschen sehr zurecht einfordern", sagte Prien am Montag im Sender RBB. Sie wies darauf hin, dass dafür auch ältere Generationen etwas abgeben müssten.

Trump zeigt sich von Sieg seiner Republikaner bei US-Kongresswahlen überzeugt

Zwei Tage vor den US-Kongresswahlen hat sich US-Präsident Donald Trump überzeugt von einem Sieg seiner Republikaner gezeigt. "Wir werden gewinnen", sagte er am Sonntag (Ortszeit). Die Demokraten seien "extreme und gefährliche Radikale", sagte Trump bei einer Wahlkampfveranstaltung im Bundesstaat Iowa. Sie würden den Wohlstand der Bürger "stehlen" und Migranten ins Land lassen, die dann "plündern, vergewaltigen und brandschatzen" würden.

Zwei Tage vor US-Kongresswahlen: Trump bekräftigt Drohung gegen Iran

Zwei Tage vor den US-Kongresswahlen hat Präsident Donald Trump seine Drohung bekräftigt, die Angriffe gegen den Iran wieder aufzunehmen. "Der einzige Grund, warum ich mit dem Iran noch nicht fertig bin, ist, dass ich nett sein will", sagte Trump am Sonntag vor Anhängern bei einer Wahlkampfveranstaltung im Bundesstaat Iowa. Er wolle "all diese Leben retten". "Aber irgendwann werden wir ihnen einen harten Schlag versetzen müssen."

Koalitiongespräche für mögliche rot-grün-rote Regierung in Berlin starten

In Berlin starten am Montag (10.00 Uhr) die Koalitionsverhandlungen zur Bildung einer möglichen rot-grün-roten Regierung. Dazu kommen die Verhandler von Linken, Grünen und SPD nach Parteiangaben im Abgeordnetenhaus zusammen. Dazu gehören unter anderem auch die Linken-Spitzenkandidatin Elif Eralp, SPD-Landeschef Steffen Krach und Grünen-Spitzenkandidat Werner Graf.

Textgröße ändern: