Deutsche Tageszeitung - Rubio: Im Irak verschleppte US-Journalistin ist wieder frei

Rubio: Im Irak verschleppte US-Journalistin ist wieder frei


Rubio: Im Irak verschleppte US-Journalistin ist wieder frei
Rubio: Im Irak verschleppte US-Journalistin ist wieder frei / Foto: © AFP

Die im Irak verschleppte US-Journalistin Shelly Kittleson ist nach Angaben von US-Außenminister Marco Rubio wieder freigelassen worden. "Wir sind erleichtert, dass diese US‑Bürgerin jetzt frei ist, und arbeiten daran, ihre sichere Ausreise aus dem Irak zu unterstützen", erklärte Rubio am Dienstag (Ortszeit) mit Blick auf Kittleson. Zuvor hatten die mutmaßlichen Entführer der Journalistin, die einflussreiche paramilitärische Miliz Katajeb Hisbollah, ihre Freilassung angekündigt.

Textgröße ändern:

Die Miliz hatte zuvor mitgeteilt, sie habe "in Anbetracht der Haltung des scheidenden Ministerpräsidenten entschieden, die Angeklagte Shelly Kittleson freizulassen." Bedingung dafür sei, dass sie den Irak sofort verlasse, hieß es in einer kurzen Mitteilung des Sicherheitsbeauftragten der Miliz, Abu Mudschahid al-Assaf.

Kittleson war am 31. März in der irakischen Hauptstadt Bagdad verschleppt worden. Sie ist nach Angaben der Stiftung International Women’s Media eine "seriöse Journalistin" mit Erfahrung im Nahen Osten, die in Rom lebt.

Die US-Regierung hatte US-Bürger zuletzt vor wachsenden Risiken im Irak gewarnt, wo der Iran Einfluss auf mehrere bewaffnete schiitische Gruppen hat.

Der Irak hatte erklärt, dass er nicht in den Krieg der USA und Israels gegen den Iran hineingezogen werden wolle. Am Mittwoch MESZ hatten Washington und Teheran kurz vor Ablauf des US-Ultimatums an den Iran einer zweiwöchigen Feuerpause zugestimmt. US-Präsident Donald Trump verkündete die "beidseitige Waffenruhe" in seinem Onlinedienst Truth Social. Der Iran erklärte sich im Gegenzug bereit, die Straße von Hormus für vorerst zwei Wochen wieder zu öffnen. Die Feuerpause gilt dem Vermittler Pakistan zufolge im gesamten Nahen Osten.

(N.Loginovsky--DTZ)

Empfohlen

Steinmeier ehrt Medaillengewinner mit Silbernem Lorbeerblatt

Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier hat am Montag in Berlin zahlreiche Medaillengewinnerinnen und -gewinner der Olympischen und Paralympischen Winterspiele 2026 mit dem Silbernen Lorbeerblatt ausgezeichnet. Die 1950 von Bundespräsident Theodor Heuss gestiftete Auszeichnung ist die höchste nationale Ehrung für Spitzenleistungen im deutschen Sport.

Kommunen warnen vor weiteren Rekorddefiziten: rund 30 Milliarden Euro pro Jahr

Die Kommunen haben vor weiteren Milliardendefiziten in den nächsten Jahren gewarnt - und den Bund zur Unterstützung aufgefordert. "Seit wenigen Tagen kennen wir die aktuelle Finanzprognose bis 2029 und der Befund ist dramatisch", sagte der Präsident des Deutschen Landkreistages, Achim Brötel (CDU), am Montag in Berlin. Für 2026 erwarteten die Kommunen ein Defizit von 29,7 Milliarden Euro, für 2027 von 29,6 Milliarden und für 2028 von 28,9 Milliarden.

Pantisano: Äußerung zu CDU "verkürzt und in dieser Form falsch"

Der neue Linken-Chef Luigi Pantisano hat sich für seine umstrittene Äußerung zur CDU entschuldigt. "Meine Aussage, es gebe derzeit keinen Unterschied zwischen der Politik der CDU und der AfD, war verkürzt und in dieser Form falsch", erklärte er am Montag. "Dafür bitte ich um Entschuldigung, insbesondere bei denjenigen in der CDU, die immer wieder die Notwendigkeit einer klaren Brandmauer zur AfD betonen."

Britischer Premierminister Starmer tritt zurück

Angesichts des massiven Drucks aus seiner eigenen Partei hat der britische Premierminister Keir Starmer seinen Rücktritt angekündigt. "Ich werde als Vorsitzender der Labour-Partei zurücktreten", sagte Starmer am Montag vor seinem Amtssitz in der Downing Street in London. Starmer gab bekannt, dass er bis zur Wahl seines Nachfolgers vorerst Regierungschef bleiben werde. Sein Nachfolger soll den Labour-Vorsitz und das damit verknüpfte Amt des Premierministers laut Starmer antreten, bevor das Parlament Anfang September aus der Sommerpause zurückkehrt.

Textgröße ändern: