Deutsche Tageszeitung - Trump wiederholt nach Treffen mit Rutte Kritik an Nato

Trump wiederholt nach Treffen mit Rutte Kritik an Nato


Trump wiederholt nach Treffen mit Rutte Kritik an Nato
Trump wiederholt nach Treffen mit Rutte Kritik an Nato / Foto: © POOL/AFP/Archiv

Nach seinem Treffen mit Nato-Generalsekretär Mark Rutte hinter verschlossenen Türen im Weißen Haus hat US-Präsident Donald Trump seine Kritik an dem Verteidigungsbündnis wiederholt. "Die Nato war nicht da, als wir sie brauchten und sie wird auch nicht da sein, falls wir sie wieder brauchen", erklärte Trump am Mittwoch (Ortszeit) in seinem Onlinedienst Truth Social. "Erinnert euch an Grönland, dieses große, schlecht geführt Stück Eis", fügte er hinzu, ohne weitere Angaben zu machen.

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Bei dem Treffen mit Rutte wollte Trump seiner Sprecherin Karoline Leavitt zufolge einen möglichen Nato-Austritt der USA thematisieren. Laut einem Bericht des "Wall Street Journal" wollen die USA die Nato für ihre mangelnde Unterstützung im Iran-Krieg "bestrafen". Washington erwägt demnach einen Truppenabzug aus Ländern, die die US-Offensive gegen den Iran nicht unterstützt haben.

Rutte hatte nach dem Treffen dem US-Sender CNN gesagt: "Es war ein sehr offenes, sehr ehrliches Gespräch." Auf die Frage, ob einige Nato-Länder tatsächlich versagt hätten, antwortete Rutte: "Einige schon, ja, aber eine große Mehrheit der europäischen Länder, und darüber haben wir heute gesprochen, hat das getan, was sie versprochen hatte." Fragen dazu, ob Trump einen US-Austritt aus der Nato angekündigt habe, wich Rutte wiederholt aus.

Vor wenigen Monaten hatte der US-Präsident das Fundament der Nato bereits ins Wanken gebracht, indem er damit drohte, dem Bündnispartner Dänemark Grönland zu wegzunehmen – bevor er abrupt zurückruderte. Rutte, der als Vermittler zwischen Trump und dem Rest der Allianz gilt, hatte damals dazu beigetragen, den Streit um die US-Besitzansprüche auf das dänische Autonomiegebiet zu entschärfen.

(V.Korablyov--DTZ)

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