Deutsche Tageszeitung - Beendigung des Iran-Krieges: Nouripour fordert "eigenständige Rolle" Deutschlands

Beendigung des Iran-Krieges: Nouripour fordert "eigenständige Rolle" Deutschlands


Beendigung des Iran-Krieges: Nouripour fordert "eigenständige Rolle" Deutschlands
Beendigung des Iran-Krieges: Nouripour fordert "eigenständige Rolle" Deutschlands / Foto: © AFP/Archiv

Der grüne Bundestagsvizepräsident Omid Nouripour hat eine zentrale Rolle Deutschlands bei der Sicherung einer Friedenslösung im Iran-Krieg gefordert. "Jetzt gilt es, sich im europäischen Geleit eine eigenständige Rolle zu erarbeiten", sagte Nouripour den Zeitungen der Funke Mediengruppe (Donnerstagsausgaben). "Die bisherige Kopf-im-Sand-Haltung der Bundesregierung war nicht im Interesse Deutschlands."

Textgröße ändern:

Deutschland habe in im Nahen Osten handfeste Interessen, betonte Nouripour. "Von der Freiheit der Schifffahrt bis zur Stabilität und der Energiepartnerschaft."

Der Bundestagsvizepräsident rief dazu auf, die zwei Wochen der Waffenruhe zu nutzen. Derzeit sei noch völlig unklar, ob Frieden gelingen könne. "Vor allem darf man nicht vergessen, dass das Regime im Iran sich als der Gewinner der bisherigen Auseinandersetzung sieht, allein schon, weil es überlebt hat", betonte er. "Das macht die Aussicht auf seinen Friedenswillen nicht rosiger."

Der frühere Grünen-Chef erinnerte daran, dass der Krieg bereits zwanzig Länder getroffen habe. "Die Lage in Libanon etwa bleibt dramatisch", sagte Nouripour. "Jede Friedenslösung müsste deshalb in erster Linie die Zivilbevölkerungen schützen."

Nach mehr als fünf Wochen Krieg hatten sich die USA und der Iran am Dienstag unter pakistanischer Vermittlung auf eine zweiwöchige Waffenruhe geeinigt. Ab Freitag sind erstmals seit Februar wieder direkte Gespräche zwischen den USA und dem Iran in der pakistanischen Hauptstadt Islamabad geplant.

(W.Novokshonov--DTZ)

Empfohlen

Prien: Interessen jüngerer Menschen stärker berücksichtigen

Nach den "GenZ"-Protesten vom Wochenende hat Bundesfamilienministerin Karin Prien (CDU) dazu aufgerufen, die Interessen jüngerer Menschen stärker zu berücksichtigen. "Das sind genau die Debatten, die wir jetzt führen müssen, die auch die jungen Menschen sehr zurecht einfordern", sagte Prien am Montag im Sender RBB. Sie wies darauf hin, dass dafür auch ältere Generationen etwas abgeben müssten.

Trump zeigt sich von Sieg seiner Republikaner bei US-Kongresswahlen überzeugt

Zwei Tage vor den US-Kongresswahlen hat sich US-Präsident Donald Trump überzeugt von einem Sieg seiner Republikaner gezeigt. "Wir werden gewinnen", sagte er am Sonntag (Ortszeit). Die Demokraten seien "extreme und gefährliche Radikale", sagte Trump bei einer Wahlkampfveranstaltung im Bundesstaat Iowa. Sie würden den Wohlstand der Bürger "stehlen" und Migranten ins Land lassen, die dann "plündern, vergewaltigen und brandschatzen" würden.

Zwei Tage vor US-Kongresswahlen: Trump bekräftigt Drohung gegen Iran

Zwei Tage vor den US-Kongresswahlen hat Präsident Donald Trump seine Drohung bekräftigt, die Angriffe gegen den Iran wieder aufzunehmen. "Der einzige Grund, warum ich mit dem Iran noch nicht fertig bin, ist, dass ich nett sein will", sagte Trump am Sonntag vor Anhängern bei einer Wahlkampfveranstaltung im Bundesstaat Iowa. Er wolle "all diese Leben retten". "Aber irgendwann werden wir ihnen einen harten Schlag versetzen müssen."

Koalitiongespräche für mögliche rot-grün-rote Regierung in Berlin starten

In Berlin starten am Montag (10.00 Uhr) die Koalitionsverhandlungen zur Bildung einer möglichen rot-grün-roten Regierung. Dazu kommen die Verhandler von Linken, Grünen und SPD nach Parteiangaben im Abgeordnetenhaus zusammen. Dazu gehören unter anderem auch die Linken-Spitzenkandidatin Elif Eralp, SPD-Landeschef Steffen Krach und Grünen-Spitzenkandidat Werner Graf.

Textgröße ändern: