Deutsche Tageszeitung - Kreise: Israel und Libanon wollen nächste Woche in Washington verhandeln

Kreise: Israel und Libanon wollen nächste Woche in Washington verhandeln


Kreise: Israel und Libanon wollen nächste Woche in Washington verhandeln
Kreise: Israel und Libanon wollen nächste Woche in Washington verhandeln / Foto: © AFP

Israel und der Libanon wollen in der kommenden Woche in Washington Gespräche unter Vermittlung der USA führen. Ein Mitarbeiter des US-Außenministeriums bestätigte am Donnerstag, dass es ein Treffen geben werde, "um die laufenden Waffenruheverhandlungen mit Israel und dem Libanon zu erörtern". Der israelische Regierungschef Benjamin Netanjahu hatte direkte Gespräche mit dem Libanon in Aussicht gestellt.

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In einer Erklärung von Netanjahus Büro hatte es dazu geheißen, bei den Gesprächen solle es um "die Entwaffnung der Hisbollah und die Schaffung von Friedensbeziehungen zwischen Israel und dem Libanon gehen".

Ein libanesischer Regierungsvertreter teilte der Nachrichtenagentur AFP jedoch mit, dass Beirut vor Beginn jeglicher Verhandlungen mit Israel einen Waffenstillstand verlange. Weder Israel noch der Libanon haben die Gespräche nächste Woche öffentlich bestätigt.

Israel und die USA bestreiten, dass die zweiwöchige Feuerpause im Iran-Krieg auch für den Libanon gilt, wie es der Vermittler Pakistan zunächst angekündigt hatte. Der Iran übte derweil scharfe Kritik an den fortgesetzten israelischen Angriffen auf die pro-iranische Hisbollah-Miliz im Libanon.

Die israelische Armee setzte derweil ihren Einsatz im Libanon fort. Am Donnerstagabend rief sie die Bewohner der südlichen Vororte Beiruts, seit Langem eine Hisbollah-Hochburg, wegen bevorstehender Angriffe zur Evakuierung auf. Ein AFP-Reporter beobachtete Menschen auf der Flucht aus dem Gebiet.

Am Mittwoch nach der Vereinbarung der Waffenruhe zwischen den USA und dem Iran hatte die israelische Armee ihre Angriffe im Libanon verstärkt. Dabei wurden nach Angaben des libanesischen Gesundheitsministeriums vom Donnerstag mehr als 300 Menschen getötet und mindestens 1150 weitere verletzt.

Am frühen Freitagmorgen ertönte zugleich in ganz Israel Luftalarm, nachdem zuvor Raketen aus dem Libanon abgefeuert worden waren. Das Heimatschutzkommando der israelischen Armee gab Warnmeldungen für mehrere Gebiete heraus, darunter den Großraum Tel Aviv und südliche Gemeinden weit entfernt von der libanesischen Grenze. Es gab zunächst keine Berichte über Opfer.

(G.Khurtin--DTZ)

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