Deutsche Tageszeitung - Modschtaba Chamenei: Der Iran hat den Krieg "nicht gesucht"

Modschtaba Chamenei: Der Iran hat den Krieg "nicht gesucht"


Modschtaba Chamenei: Der Iran hat den Krieg "nicht gesucht"
Modschtaba Chamenei: Der Iran hat den Krieg "nicht gesucht" / Foto: © AFP/Archiv

Der oberste iranische Führer Modschtaba Chamenei hat in einer ihm zugeschriebenen schriftlichen Botschaft erklärt, der Iran wolle keinen Krieg gegen Israel und die USA. "Wir haben den Krieg nicht gesucht und wir wollen ihn nicht", hieß es in der am Donnerstag im iranischen Staatsfernsehen verlesenen Erklärung. "Aber wir werden in keinem Fall auf unsere legitimen Rechte verzichten", fügte Chamenei hinzu.

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Teheran betrachte "die gesamte Front des Widerstands als eine Einheit", erklärte Chamenei weiter und spielte damit offensichtlich auf den Konflikt im Libanon an, wo Israel gegen die pro-iranische Hisbollah-Miliz kämpft. Der oberste Führer des Iran rief zudem die Bürger des Landes auf, "nicht zu glauben, dass es nach der Ankündigung von Verhandlungen mit dem Feind nicht mehr nötig sei, auf die Straße zu gehen". Öffentliche Kundgebungen der iranischen Bevölkerung "haben ganz sicher Einfluss auf den Ausgang der Verhandlungen", fügte er hinzu.

Modschtaba Chamenei war nach der Tötung seines Vaters Ayatollah Ali Chamenei zu Beginn des Iran-Krieges dessen Nachfolge angetreten. Seit seiner Ernennung ist er bislang nicht öffentlich aufgetreten und hat nur wenige schriftliche Erklärungen abgegeben. Diese Tatsache hat Spekulationen über seinen Gesundheitszustand und Aufenthaltsort ausgelöst. US-Präsident Donald Trump stellte in Frage, ob Chamenei überhaupt noch am Leben sei. Nach Berichten des iranischen Staatsfernsehens erholt er sich von den Folgen des Luftangriffs, bei dem sein Vater am 28. Februar getötet wurde.

Die USA und der Iran hatten sich in der Nacht zum Mittwoch (MESZ)nach mehr als fünf Wochen Krieg auf eine zweiwöchige Waffenruhe geeinigt.

(W.Novokshonov--DTZ)

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