Deutsche Tageszeitung - Innenministerium: Dschibutis Präsident Guelleh mit fast 98 Prozent wiedergewählt

Innenministerium: Dschibutis Präsident Guelleh mit fast 98 Prozent wiedergewählt


Innenministerium: Dschibutis Präsident Guelleh mit fast 98 Prozent wiedergewählt
Innenministerium: Dschibutis Präsident Guelleh mit fast 98 Prozent wiedergewählt / Foto: © AFP

Bei der Präsidentschaftswahl in Dschibuti ist der langjährige Amtsinhaber Ismael Omar Guelleh nach offiziellen Angaben mit fast 98 Prozent wiedergewählt worden. Das Innenministerium des Landes am Horn von Afrika erklärte am Samstag, der seit 27 Jahren herrschende Präsident habe 97,81 Prozent der Stimmen erhalten. Der 78-Jährige hatte nur einen Herausforderer, den in der Öffentlichkeit wenig bekannten Mohammed Farah Samatar, der auf 2,19 Prozent kam.

Textgröße ändern:

Guelleh regiert das kleine Land mit einer Million Einwohnern seit 1999 mit harter Hand. Er wurde nun für eine sechste Amtszeit wiedergewählt. Schon bei der letzten, von der Opposition boykottierten Präsidentschaftswahl 2021 hatte der Amtsinhaber mehr als 97 Prozent der Stimmen erhalten.

Unter Guelleh hat Dschibuti seine strategische geografische Position mit Meereszugang genutzt und in Häfen und logistische Infrastruktur investiert, um ausländische Investoren anzulocken. Frankreich, die USA, China, Japan und Italien unterhalten in dem Land Militärstützpunkte. Dschibuti liegt an der Meerenge Bab al-Mandeb, die den Golf von Aden mit dem Roten Meer verbindet.

Menschenrechtsorganisationen werfen der Führung in Dschibuti vor, die Opposition zu unterdrücken. Zugleich gilt das Land als Stabilitätsanker in einer Region mit volatilen Nachbarstaaten wie Eritrea, Äthiopien, Somalia und Jemen.

(W.Novokshonov--DTZ)

Empfohlen

Prien: Interessen jüngerer Menschen stärker berücksichtigen

Nach den "GenZ"-Protesten vom Wochenende hat Bundesfamilienministerin Karin Prien (CDU) dazu aufgerufen, die Interessen jüngerer Menschen stärker zu berücksichtigen. "Das sind genau die Debatten, die wir jetzt führen müssen, die auch die jungen Menschen sehr zurecht einfordern", sagte Prien am Montag im Sender RBB. Sie wies darauf hin, dass dafür auch ältere Generationen etwas abgeben müssten.

Trump zeigt sich von Sieg seiner Republikaner bei US-Kongresswahlen überzeugt

Zwei Tage vor den US-Kongresswahlen hat sich US-Präsident Donald Trump überzeugt von einem Sieg seiner Republikaner gezeigt. "Wir werden gewinnen", sagte er am Sonntag (Ortszeit). Die Demokraten seien "extreme und gefährliche Radikale", sagte Trump bei einer Wahlkampfveranstaltung im Bundesstaat Iowa. Sie würden den Wohlstand der Bürger "stehlen" und Migranten ins Land lassen, die dann "plündern, vergewaltigen und brandschatzen" würden.

Zwei Tage vor US-Kongresswahlen: Trump bekräftigt Drohung gegen Iran

Zwei Tage vor den US-Kongresswahlen hat Präsident Donald Trump seine Drohung bekräftigt, die Angriffe gegen den Iran wieder aufzunehmen. "Der einzige Grund, warum ich mit dem Iran noch nicht fertig bin, ist, dass ich nett sein will", sagte Trump am Sonntag vor Anhängern bei einer Wahlkampfveranstaltung im Bundesstaat Iowa. Er wolle "all diese Leben retten". "Aber irgendwann werden wir ihnen einen harten Schlag versetzen müssen."

Koalitiongespräche für mögliche rot-grün-rote Regierung in Berlin starten

In Berlin starten am Montag (10.00 Uhr) die Koalitionsverhandlungen zur Bildung einer möglichen rot-grün-roten Regierung. Dazu kommen die Verhandler von Linken, Grünen und SPD nach Parteiangaben im Abgeordnetenhaus zusammen. Dazu gehören unter anderem auch die Linken-Spitzenkandidatin Elif Eralp, SPD-Landeschef Steffen Krach und Grünen-Spitzenkandidat Werner Graf.

Textgröße ändern: