Deutsche Tageszeitung - Trump: Ausgang der Iran-Verhandlungen in Pakistan macht "keinen Unterschied"

Trump: Ausgang der Iran-Verhandlungen in Pakistan macht "keinen Unterschied"


Trump: Ausgang der Iran-Verhandlungen in Pakistan macht "keinen Unterschied"
Trump: Ausgang der Iran-Verhandlungen in Pakistan macht "keinen Unterschied" / Foto: © AFP

US-Präsident Donald Trump hat die Bedeutung der Friedensgespräche mit dem Iran in der pakistanischen Hauptstadt Islamabad kleingeredet. "Ob wir einen Deal machen oder nicht, macht für mich keinen Unterschied", sagt Trump am Samstag am Weißen Haus zu Journalisten. "Der Grund ist, dass wir gewonnen haben."

Textgröße ändern:

Die USA würden "sehr tiefgehende Verhandlungen" mit dem Iran führen, hätten aber ohnehin gewonnen, sagte der US-Präsident. "Wir haben sie militärisch besiegt."

Hochrangige Vertreter der USA und des Iran führen derzeit in Islamabad unter Vermittlung Pakistans Gespräche im Bemühen, den Iran-Krieg zu beenden. Die USA werden von US-Vizepräsident JD Vance, dem US-Sondergesandten Steve Witkoff und Trumps Schwiegersohn Jared Kushner vertreten. Für den Iran sind unter anderem Parlamentspräsident Mohammad Bagher Ghalibaf und Außenminister Abbas Araghtschi nach Islamabad gereist.

Die USA und Israel hatten am 28. Februar Angriffe auf den Iran gestartet. Nach fünf Wochen Krieg einigten sich die Konfliktparteien vor wenigen Tagen auf eine zweiwöchige Feuerpause. In dieser Zeit soll unter Pakistans Vermittlung über ein dauerhaftes Ende des Krieges verhandelt werden. Die Positionen der Kriegsparteien liegen aber extrem weit auseinander.

Trump bekräftigte am Samstag Angaben des US-Militärs, wonach zwei US-Kriegsschiffe die Straße von Hormus passiert hätten. "Wir haben dort Minenräumer. Wir räumen die Straße." Die strategisch wichtige Meerenge werde geöffnet, sagte der Präsident.

Der Iran hat die US-Angaben über die Durchfahrt zweier US-Kriegsschiffe bestritten. Die entsprechenden Angaben des für den Nahen Osten zuständige US-Militärkommandos Centcom würden "scharf zurückgewiesen", erklärte der iranische Armeesprecher Ebrahim Zolfaghari nach Angaben des Staatsfernsehens.

Die iranischen Revolutionsgarden erklärten später, sie würden "streng" gegen Versuche von Kriegsschiffen vorgehen, die Meerenge zu passieren. Die Marine der Revolutionsgarden habe die "volle Autorität" zur Kontrolle der Straße von Hormus. Eine Durchfahrt werde nur "zivilen Schiffen unter bestimmten Bedingungen" gestattet. Seit Beginn des Iran-Kriegs ist die Straße von Hormus, durch die normalerweise rund ein Fünftel des weltweiten Erdöltransports verläuft, durch das iranische Militär de facto weitestgehend gesperrt.

(V.Sørensen--DTZ)

Empfohlen

Prien: Interessen jüngerer Menschen stärker berücksichtigen

Nach den "GenZ"-Protesten vom Wochenende hat Bundesfamilienministerin Karin Prien (CDU) dazu aufgerufen, die Interessen jüngerer Menschen stärker zu berücksichtigen. "Das sind genau die Debatten, die wir jetzt führen müssen, die auch die jungen Menschen sehr zurecht einfordern", sagte Prien am Montag im Sender RBB. Sie wies darauf hin, dass dafür auch ältere Generationen etwas abgeben müssten.

Trump zeigt sich von Sieg seiner Republikaner bei US-Kongresswahlen überzeugt

Zwei Tage vor den US-Kongresswahlen hat sich US-Präsident Donald Trump überzeugt von einem Sieg seiner Republikaner gezeigt. "Wir werden gewinnen", sagte er am Sonntag (Ortszeit). Die Demokraten seien "extreme und gefährliche Radikale", sagte Trump bei einer Wahlkampfveranstaltung im Bundesstaat Iowa. Sie würden den Wohlstand der Bürger "stehlen" und Migranten ins Land lassen, die dann "plündern, vergewaltigen und brandschatzen" würden.

Zwei Tage vor US-Kongresswahlen: Trump bekräftigt Drohung gegen Iran

Zwei Tage vor den US-Kongresswahlen hat Präsident Donald Trump seine Drohung bekräftigt, die Angriffe gegen den Iran wieder aufzunehmen. "Der einzige Grund, warum ich mit dem Iran noch nicht fertig bin, ist, dass ich nett sein will", sagte Trump am Sonntag vor Anhängern bei einer Wahlkampfveranstaltung im Bundesstaat Iowa. Er wolle "all diese Leben retten". "Aber irgendwann werden wir ihnen einen harten Schlag versetzen müssen."

Koalitiongespräche für mögliche rot-grün-rote Regierung in Berlin starten

In Berlin starten am Montag (10.00 Uhr) die Koalitionsverhandlungen zur Bildung einer möglichen rot-grün-roten Regierung. Dazu kommen die Verhandler von Linken, Grünen und SPD nach Parteiangaben im Abgeordnetenhaus zusammen. Dazu gehören unter anderem auch die Linken-Spitzenkandidatin Elif Eralp, SPD-Landeschef Steffen Krach und Grünen-Spitzenkandidat Werner Graf.

Textgröße ändern: