Deutsche Tageszeitung - Deutschland und Südafrika unterzeichnen Aktionsplan für engere Partnerschaft

Deutschland und Südafrika unterzeichnen Aktionsplan für engere Partnerschaft


Deutschland und Südafrika unterzeichnen Aktionsplan für engere Partnerschaft
Deutschland und Südafrika unterzeichnen Aktionsplan für engere Partnerschaft / Foto: © AFP

Mehr Zusammenarbeit bei der Energiewende, bei wichtigen Rohstoffen, Technologie und dem Abbau von Handelshemmnissen: Deutschland und Südafrika haben bei einer Sitzung der Binationalen Kommission beider Länder in Berlin eine engere Partnerschaft vereinbart. Bundesaußenminister Johann Wadephul (CDU) und sein südafrikanischer Kollege Ronald Lamola unterzeichneten am Montag einen deutsch-südafrikanischen Aktionsplan zum Ausbau der Beziehungen beider Länder zu einer Strategischen Partnerschaft.

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"Mit keinem anderen Land auf dem afrikanischen Kontinent ist unsere Zusammenarbeit so eng und so breit aufgestellt wie mit Südafrika", sagte Wadephul bei einer gemeinsamen Pressekonferenz. Ziel des neuen Aktionsplans sei es, diese Zusammenarbeit "systematisch und kontinuierlich noch weiter zu vertiefen" und die gemeinsamen Beziehungen "aufzuwerten".

Der 15 Bereiche umfassende Aktionsplan richte sich dabei genauso auf die Stärkung des Multilateralismus, wie auf "Kooperationen bei kritischen Rohstoffen oder den Abbau von Handelshemmnissen und Investitionen", fügte Wadephul hinzu.

Laut einer gemeinsamen Erklärung der beiden Außenminister verpflichtet sich Deutschland im Rahmen des Aktionsplans unter anderem zu einer Unterstützung mit klimabezogenen zinsverbilligten Krediten in Höhe von 200 Millionen Euro für eine gerechte Energiewende in Südafrika. Auch eine erweiterte Zusammenarbeit im Bereich grüner Wasserstoff und der Herstellung von Impfstoffen ist demnach vorgesehen.

In den Bereichen Wissenschaft und Technologie sowie Kunst, Kultur und Bildung setzt der Aktionsplan der Erklärung zufolge ebenfalls Akztente, ebenso beim Umwelt- und Klimaschutz, sowie in sozialen Bereichen, etwa beim Thema Jugendbeschäftigung oder Weiterbildung.

Südafrikas Außenminister Lamola erinnerte anlässlich des 30-jährigen Bestehens der Binationalen Kommission an deren Ursprünge: Als der damalige südafrikanische Präsident Nelson Mandela und Bundeskanzler Helmut Kohl die Kommission 1996 ins Leben riefen, sei dies "Ausdruck ihres Glaubens daran gewesen, dass zwei Nationen, die von sehr unterschiedlichen geschichtlichen Entwicklungen geprägt sind, eine von echter Tiefe geprägte Partnerschaft schaffen können", sagte Lamola bei der Pressekonferenz. "Heute hat sich dieser Glaube mehr als bewahrheitet."

(L.Barsayjeva--DTZ)

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