Deutsche Tageszeitung - Kiew und Berlin beschließen Kooperationen bei Verteidigung und Wiederaufbau

Kiew und Berlin beschließen Kooperationen bei Verteidigung und Wiederaufbau


Kiew und Berlin beschließen Kooperationen bei Verteidigung und Wiederaufbau
Kiew und Berlin beschließen Kooperationen bei Verteidigung und Wiederaufbau / Foto: © POOL/AFP

Mehr Zusammenarbeit bei der Verteidigung und Hilfen für den Wiederaufbau: Deutschland und die Ukraine haben anlässlich der Regierungskonsultationen beider Länder am Dienstag in Berlin mehrere Kooperationsvereinbarungen unterzeichnet. Bei dem Besuch des ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj und seiner hochrangigen Delegation bestehend aus mehreren Ministern wurden am Mittag in einer Zeremonie im Bundeskanzleramt zwei Abkommen unterzeichnet.

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Verteidigungsminister Boris Pistorius (SPD) und sein ukrainischer Kollege Mychailo Fedorow unterzeichneten dabei eine Kooperationsvereinbarung zur Zusammenarbeit im Bereich der Verteidigung. Zur Förderung des Wiederaufbaus und der Widerstandsfähigkeit der Industrie in dem kriegsversehrten Land unterzeichneten derweil Bundesentwicklungsministerin Reem Alabali-Radovan (SPD) und der ukrainische Minister für Wirtschaft, Umwelt und Landwirtschaft, Oleksi Sobolew, eine gemeinsame Absichtserklärung.

Zuvor hatte Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) den ukrainischen Präsidenten mit militärischen Ehren in der Hauptstadt begrüßt und mit ihm verschiedene Drohnensysteme aus deutsch-ukrainischen Kooperationsprojekten besichtigt.

Im weiteren Verlauf des Tages waren Gespräche zwischen Merz und Selenskyj sowie den Delegationen beider Länder geplant. Bei den Gesprächen dürfte es vor allem um weitere Hilfen für die Ukraine gehen. Nur dank massiver internationaler Unterstützung gelang es dem Land, dem seit vier Jahren währenden russischen Angriff standzuhalten. Einer der größten Unterstützer ist bis heute Deutschland.

Nach dem anstehenden Regierungswechsel in Ungarn dürfte nun auch die Freigabe eines 90 Milliarden Euro schweren EU-Darlehens möglich werden. Die Ukraine ist dringend auf die EU-Mittel angewiesen. 60 der 90 Milliarden sollen laut Kiew in die Armee investiert werden, um deren Kampftüchtigkeit in den Jahren 2026 und 2027 zu gewährleisten.

(U.Stolizkaya--DTZ)

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