Deutsche Tageszeitung - Staatsanwaltschaft dementiert Bericht über Durchsuchung des Elysée-Palastes

Staatsanwaltschaft dementiert Bericht über Durchsuchung des Elysée-Palastes


Staatsanwaltschaft dementiert Bericht über Durchsuchung des Elysée-Palastes
Staatsanwaltschaft dementiert Bericht über Durchsuchung des Elysée-Palastes / Foto: © AFP/Archiv

Die französische Staatsanwaltschaft hat einen Medienbericht über eine Durchsuchung des Elysée-Palastes in Paris dementiert. Die Ermittler hätten zwar den Amtssitz des französischen Präsidenten Emmanuel Macron aufgesucht, seien aber nicht hineingelassen worden, teilte Finanzstaatsanwalt Pascal Prache am Dienstag in Paris mit. Das Enthüllungsblatt "Le Canard Enchaîné" hatte zuvor über eine Durchsuchung im Elysée berichtet, was mit dem Fall befasste Kreise der Nachrichtenagentur AFP zunächst bestätigt hatten.

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"Der Zugang zu den Büros des Elysées wurde nicht gestattet", erklärte die Finanzstaatsanwaltschaft. Es seien aber andere Orte durchsucht worden, unter anderem Privatwohnungen. Anlass dafür sei der Verdacht auf Begünstigung und Korruption bei der Vergabe öffentlicher Aufträge, erklärte Prache. Diese umfassten die Festakte zur Aufnahme berühmter Persönlichkeiten in die staatliche Pariser Ruhmeshalle Panthéon.

Nach Informationen von "Le Canard Enchaîné" wurden diese Festakte seit gut zwei Jahrzehnten von einer einzigen Eventfirma organisiert. Diese habe dafür jeweils etwa zwei Millionen Euro in Rechnung gestellt. Auch der internationale Festakt zum 80. Jahrestag der Landung der Alliierten in der Normandie im vergangenen Jahr und weitere Großveranstaltungen wurden demnach von dem Unternehmen organisiert.

(L.Møller--DTZ)

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