Deutsche Tageszeitung - Sudan-Konferenz: AU-Kommissionspräsident Youssouf fordert konkrete Ergebnisse

Sudan-Konferenz: AU-Kommissionspräsident Youssouf fordert konkrete Ergebnisse


Sudan-Konferenz: AU-Kommissionspräsident Youssouf fordert konkrete Ergebnisse
Sudan-Konferenz: AU-Kommissionspräsident Youssouf fordert konkrete Ergebnisse / Foto: © AFP

Vor einer internationalen Sudan-Konferenz in Berlin hat der Kommissionspräsident der Afrikanischen Union (AU), Mahmoud Ali Youssouf, konkrete Ergebnisse und Hilfszusagen angemahnt. Es müsse darum gehen, "wie wir das sudanesische Volk am besten unterstützen können", sagte Youssouf am Dienstag bei einem Treffen mit Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) in Berlin.

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Merz sagte, der Konflikt im Sudan sei "die größte humanitäre Krise der Gegenwart", stehe aber "nicht sehr häufig im Blickwinkel unserer öffentlichen Wahrnehmung". Im Sudan litten mehr als 20 Millionen Menschen an Hunger, fast die Hälfte der Bevölkerung. Deutschland zähle zu den größten Gebern humanitärer Hilfe und unterstütze darüber hinaus auch die Bemühungen einer Vermittlergruppe aus den USA, Saudi-Arabien, den Vereinigen Arabischen Emiraten und Ägypten um einen Waffenstillstand.

AU-Kommissionspräsident Youssouf sagte, auch die AU werde sich weiter für einen Waffenstillstand und eine Friedenslösung im Sudan einsetzen. Bisher sei dies nicht erreicht worden, "aber mit der Unterstützung Deutschlands und anderer Partner möchten wir bald zu einem Waffenstillstand kommen", fügte der Diplomat aus dem ostafrikanischen Dschibuti im Bundeskanzleramt hinzu.

Im Sudan, dem drittgrößten Land Afrikas, liefern sich die Armee von Militärmachthaber Abdel Fattah al-Burhan und die paramilitärische Miliz Rapid Support Forces (RSF) seines früheren Stellvertreters Mohamed Hamdan Daglo seit April 2023 einen erbitterten Machtkampf. Durch den Krieg sind zehntausende Menschen getötet worden, mehr als elf Millionen Menschen wurden vertrieben.

Ziel der Sudan-Konferenz in Berlin am Mittwoch ist es unter anderem, die Friedensverhandlungen wiederzubeleben und Hilfen für die Bevölkerung zu mobilisieren. An der Konferenz nehmen Regierungsvertreter, Hilfsorganisationen und zivilgesellschaftliche Gruppen teil, die beiden Konfliktparteien aus dem Sudan sind nicht vertreten. Die AU ist Mitausrichter der Konferenz. Die Bundesregierung hatte nach Angaben des Auswärtigen Amts im vergangenen Jahr mehr als 160 Millionen Euro für Sudan und seine Nachbarländer zur Verfügung gestellt.

(V.Varonivska--DTZ)

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