Deutsche Tageszeitung - Papst ruft bei Ankunft in Kamerun zur Achtung der Menschenrechte auf

Papst ruft bei Ankunft in Kamerun zur Achtung der Menschenrechte auf


Papst ruft bei Ankunft in Kamerun zur Achtung der Menschenrechte auf
Papst ruft bei Ankunft in Kamerun zur Achtung der Menschenrechte auf / Foto: © AFP

Papst Leo XIV. hat zum Auftakt seines dreitägigen Besuchs in Kamerun bei einem Treffen mit Präsident Paul Biya die Achtung der Menschenrechte gefordert. "Sicherheit ist eine Priorität, doch sie muss stets unter Achtung der Menschenrechte ausgeübt werden", sagte der Papst am Mittwoch nach seiner Ankunft in Jaunde in Anwesenheit von Biya.

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Leo XIV. rief die Führung des afrikanischen Landes auch auf, die "Ketten der Korruption" zu durchbrechen. "Transparenz im Umgang mit öffentlichen Mitteln und Respekt für den Rechtsstaat sind grundlegend, um Vertrauen wieder herzustellen", sagte das Oberhaupt der katholischen Kirche.

Biyas Regierung wird vorgeworfen, Proteste nach der Wiederwahl des Präsidenten im vergangenen Oktober hart niedergeschlagen zu haben. Korruption ist in dem Land ein weitverbreitetes Problem.

Der Papst wurde am Mittwoch bereits vor dem Flughafen von tausenden Menschen empfangen, die Musik machten, sangen und tanzten. Die Stadt war zu Ehren von Leo XIV. mit Postern und Flaggen geschmückt. Auf dem Weg zum Präsidenten segnete der Papst die Menge aus einem offenen Auto heraus.

"Es ist eine solche Erleichterung, dass der Papst zu uns kommt, denn es gibt so viele Probleme in diesem Land", sagte die 19-jährige Helene Ebogo vor dem Flughafen der Nachrichtenagentur AFP.

Der 93-jährige Biya regiert das überwiegend französischsprachige Land seit 1982 mit harter Hand. Der Papst wird auch in den englischsprachigen Teil Kameruns reisen, wo die Lage angespannt ist, und eine Friedensbotschaft überbringen.

Der in den USA geborene Papst wird eine Messe in der Stadt Bamenda abhalten, wo der Konflikt begann, nachdem im Jahr 2016 Demonstrationen von den Behörden niedergeschlagen worden waren. Das harte Durchgreifen der Behörden führte zu einem tiefen Bruch zwischen der Armee und englischsprachigen Separatisten, der bis heute andauert. Menschenrechtsorganisationen zufolge wurden bei den gewalttätigen Auseinandersetzungen bis 2024 mehr als 6000 Menschen getötet.

Im Kamerun sind mehr als ein Drittel der rund 30 Millionen Einwohner katholisch. Die Kirche spielt eine wichtige vermittelnde Rolle und unterhält zudem ein großes Netzwerk aus Krankenhäusern, Schulen und anderen Wohltätigkeitseinrichtungen.

(O.Zhukova--DTZ)

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