Deutsche Tageszeitung - Wadephul begrüßt zehntägige Waffenruhe zwischen Israel und dem Libanon

Wadephul begrüßt zehntägige Waffenruhe zwischen Israel und dem Libanon


Wadephul begrüßt zehntägige Waffenruhe zwischen Israel und dem Libanon
Wadephul begrüßt zehntägige Waffenruhe zwischen Israel und dem Libanon / Foto: © AFP

Bundesaußenminister Johann Wadephul (CDU) hat die von US-Präsident Donald Trump angekündigte zehntägige Waffenruhe zwischen Israel und dem Libanon begrüßt. "Sie kann den Menschen auf beiden Seiten der Grenze eine wichtige Atempause verschaffen", erklärte Wadephul am Donnerstagabend. Er danke den USA für ihren Einsatz als Vermittler, insbesondere in den letzten Tagen.

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US-Präsident Trump hatte zuvor auf seiner Onlineplattform Truth Social erklärt, er habe "exzellente Gespräche" mit dem libanesischen Präsidenten Joseph Aoun und dem israelischen Regierungschef Benjamin Netanjahu geführt. Beide hätten einer Waffenruhe zugestimmt, um "Frieden zwischen ihren Ländern zu erreichen". Die Feuerpause solle am Donnerstagnachmittag (17.00 Uhr US-Ostküstenzeit; 23.00 Uhr MESZ) beginnen.

Er "ermutige die israelische und die libanesische Regierung, den positiven Weg der direkten Gespräche weiterzugehen, der am Dienstag in Washington eingeschlagen wurde", erklärte Wadephul weiter. Diplomatische Vertreter Israels und des Libanon hatten am Dienstag in der US-Hauptstadt erstmals seit mehr als drei Jahrzehnten direkte Gespräche geführt.

Es brauche jetzt "langfristige Vereinbarungen" über die Sicherung der Grenze, den Schutz von Zivilistinnen und Zivilisten sowie Sicherheit für die Blauhelmsoldaten der UN-Mission Unifil, appellierte Wadephul. Direkte Friedensgespräche zwischen Israel und Libanon böten "das Potential einer Zukunft als Nachbarn, in der beidem gleichermaßen Rechnung getragen wird: Israels legitimen Sicherheitsinteressen und Libanons Recht auf territoriale Integrität und Souveränität".

Wadephul betonte, langfristige Sicherheit in der Region könne es nur mit einer effektiven Entwaffnung der Hisbollah geben. "Dass auch die libanesische Regierung dies zu ihrem Ziel erklärt hat, ist begrüßenswert - sie ist jetzt aufgefordert, dies effektiv umzusetzen."

Deutschland trage mit seiner Unterstützung für die libanesische Armee sowie die libanesischen Sicherheitskräfte dazu bei, die Stabilität in Libanon aufrecht zu erhalten, erklärte Wadephul. Als größter humanitärer Geber für die Menschen in Libanon unterstütze Deutschland "jene, die unter den Folgen des Krieges leiden, insbesondere die über eine Million Binnenvertriebenen".

(P.Hansen--DTZ)

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