Deutsche Tageszeitung - Trump will iranisches Uran in die USA bringen

Trump will iranisches Uran in die USA bringen


Trump will iranisches Uran in die USA bringen
Trump will iranisches Uran in die USA bringen / Foto: © AFP

US-Präsident Donald Trump will das iranische Uran nach einem Friedensabkommen mit dem Iran in die USA bringen. Washington werde Teheran dabei helfen, das angereicherte Uran aus den iranischen Atomanlagen zu bergen, die bei Angriffen der USA im Juni vergangenen Jahres getroffen worden waren, fügte Trump am Freitag bei einer Rede in Phoenix im US-Bundesstaat Arizona hinzu.

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Jemand habe ihn gefragt: "Wie sollen wir an den Atomstaub kommen?", sagte Trump bei einer Veranstaltung der ihm nahestenden Jugendorganisation Turning Point USA mit Blick auf das iranische Uran. "Wir werden es bekommen, indem wir mit dem Iran reingehen, mit vielen Baggern", fügte Trump hinzu. "Wir brauchen die größten Bagger, die Ihr Euch vorstellen könnt."

"Aber wir werden zusammen mit dem Iran reingehen", bekräftigte Trump. "Wir werden es bekommen. Wir werden es sehr bald zurück in die USA bringen."

Die Urananreicherung steht im Zentrum des Streits zwischen den USA und dem Iran. Westliche Staaten werfen dem Iran seit Jahren vor, nach Atomwaffen zu streben. Teheran bestreitet dies und versichert, sein Atomprogramm lediglich zur zivilen Nutzung zu betreiben. Trump hatte den Ende Februar begonnenen Krieg gegen den Iran unter anderem damit begründet, Teheran stehe kurz vor dem Bau von Atomwaffen und könne damit "bald" sogar die USA angreifen.

Nach Einschätzung der Internationalen Atomenergiebehörde (IAEA) ist der Iran das einzige Land ohne eigene Atomwaffen, das Uran auf 60 Prozent anreichert. Zur Herstellung von Atomsprengköpfen ist auf 90 Prozent angereichertes Uran nötig, zur Stromerzeugung mit Atomkraft ist eine Anreicherung auf 3,67 Prozent ausreichend.

Bereits am Donnerstag hatte Trump mit Verweis auf den Iran vor Journalisten gesagt: "Sie haben zugestimmt, uns den Atomstaub zurückzugeben."

Der Iran hatte eine angebliche Bereitschaft zur Übergabe seines angereicherten Urans im Rahmen der Verhandlungen mit den USA am Freitag allerdings dementiert. "Irans angereichertes Uran wird nirgendwohin transferiert", sagte der Sprecher des iranischen Außenministeriums, Esmail Bakaei.

(I.Beryonev--DTZ)

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