Deutsche Tageszeitung - Breite Mehrheit für Olympiabewerbung in Nordrhein-Westfalen - nur Herten scheitert

Breite Mehrheit für Olympiabewerbung in Nordrhein-Westfalen - nur Herten scheitert


Breite Mehrheit für Olympiabewerbung in Nordrhein-Westfalen - nur Herten scheitert
Breite Mehrheit für Olympiabewerbung in Nordrhein-Westfalen - nur Herten scheitert / Foto: © AFP/Archiv

Bei den Bürgerentscheiden zur geplanten deutschen Olympiabewerbung haben sich in 16 von 17 Städten in Nordrhein-Westfalen die Einwohnerinnen und Einwohner klar für das Vorhaben ausgesprochen. Wie die Kommunen am Sonntag mitteilten, scheiterte der Bürgerentscheid lediglich in Herten an der nötigen Zustimmungsquote. Die Abstimmung in den Städten und Gemeinden fand in Form einer Briefwahl statt.

Textgröße ändern:

Der Deutsche Olympische Sportbund möchte die Sommerspiele 2036, 2040 oder 2044 nach Deutschland holen. Derzeit wird das Konzept erstellt. Es bewerben sich Berlin, München, Hamburg sowie die nordrhein-westfälischen Städte unter dem Titel "Köln.Rhein.Ruhr". Bei allen vier Bewerbungen ist zudem Kiel als Standort der Segelwettbewerbe an Bord.

In Herten scheiterte der Bürgerentscheid zur Olympiabewerbung trotz klarer Mehrheit. Zwar stimmten 73,8 Prozent dafür, doch die erforderliche Mindestzahl an Jastimmen wurde verfehlt. Damit fällt die Stadt aus der Bewerbung heraus. Herten war gemeinsam mit Recklinghausen als Austragungsort der Mountainbikewettbewerbe vorgesehen.

Nordrhein-Westfalens Ministerpräsident Hendrik Wüst (CDU) zeigte sich erfreut über die breite Zustimmung. Das Votum sei ein "klares Ja von den Menschen in Nordrhein-Westfalen", sagte er im Westdeutschen Rundfunk. Es habe sich "ausgezahlt, den Menschen zu vertrauen".

"Moderne, nachhaltige Spiele kann es nur mit der Zustimmung und nicht gegen den Willen der Menschen im Land geben", sagte Wüst vor Journalisten in Köln. Eine demokratische Zustimmung der Menschen sei "das Fundament einer erfolgreichen Bewerbung".

Die vorläufig Wahlbeteiligung lag laut Wüst bei geschätzt rund 32 Prozent. Mehr als 1,4 Millionen Menschen hätten ihre Stimme abgegeben. "Das ist eine herausragende Zahl", betonte Wüst. Das Bürgervotum sei "beispiellos in der olympischen Geschichte", sagte er weiter. "Es ist die größte direktdemokratische Beteiligung in der olympischen und paralympischen Geschichte."

Abgestimmt wurde in insgesamt 17 Städten in Nordrhein-Westfalen, darunter Köln, Düsseldorf und Essen. Ebenfalls zur Teilnahme aufgerufen waren die Bürger in Aachen, Bochum, Dortmund, Duisburg, Gelsenkirchen, Herten, Krefeld, Leverkusen, Mönchengladbach, Monheim am Rhein, Oberhausen, Pulheim, Recklinghausen und Wuppertal.

In Kiel ergab ein Bürgerentscheid über die geplante Olympiabewerbung am Sonntag ebenfalls ein klares Votum für das Vorhaben. In München stimmten die Bürgerinnen und Bürger bereits im Oktober klar für eine Bewerbung, Termin für ein Referendum in Hamburg ist der 31. Mai, in Berlin ist keine Befragung geplant.

(L.Barsayjeva--DTZ)

Empfohlen

Trump zeigt sich von Sieg seiner Republikaner bei US-Kongresswahlen überzeugt

Zwei Tage vor den US-Kongresswahlen hat sich US-Präsident Donald Trump überzeugt von einem Sieg seiner Republikaner gezeigt. "Wir werden gewinnen", sagte er am Sonntag (Ortszeit). Die Demokraten seien "extreme und gefährliche Radikale", sagte Trump bei einer Wahlkampfveranstaltung im Bundesstaat Iowa. Sie würden den Wohlstand der Bürger "stehlen" und Migranten ins Land lassen, die dann "plündern, vergewaltigen und brandschatzen" würden.

Zwei Tage vor US-Kongresswahlen: Trump bekräftigt Drohung gegen Iran

Zwei Tage vor den US-Kongresswahlen hat Präsident Donald Trump seine Drohung bekräftigt, die Angriffe gegen den Iran wieder aufzunehmen. "Der einzige Grund, warum ich mit dem Iran noch nicht fertig bin, ist, dass ich nett sein will", sagte Trump am Sonntag vor Anhängern bei einer Wahlkampfveranstaltung im Bundesstaat Iowa. Er wolle "all diese Leben retten". "Aber irgendwann werden wir ihnen einen harten Schlag versetzen müssen."

Koalitiongespräche für mögliche rot-grün-rote Regierung in Berlin starten

In Berlin starten am Montag (10.00 Uhr) die Koalitionsverhandlungen zur Bildung einer möglichen rot-grün-roten Regierung. Dazu kommen die Verhandler von Linken, Grünen und SPD nach Parteiangaben im Abgeordnetenhaus zusammen. Dazu gehören unter anderem auch die Linken-Spitzenkandidatin Elif Eralp, SPD-Landeschef Steffen Krach und Grünen-Spitzenkandidat Werner Graf.

Russlandfreundliche Amtsinhaberin Jotowa klare Siegerin bei Präsidentenwahl in Bulgarien

Richtungsentscheidung bei der Präsidentschaftswahl in Bulgarien: Die russlandfreundliche Amtsinhaberin Ilijana Jotowa hat die Stichwahl in dem EU- und Nato-Mitgliedsland am Sonntag klar für sich entschieden. Laut Prognosen setzte sich die Staatschefin mit deutlichem Vorsprung gegen ihren pro-westlichen Herausforderer Andrej Gjurow durch. Dieser räumte noch am Wahlabend seine Niederlage ein. EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen gratulierte Jotowa zu ihrem Wahlsieg.

Textgröße ändern: