Deutsche Tageszeitung - Kabinett will mit Reform der Notfallversorgung Rettungsstellen entlasten

Kabinett will mit Reform der Notfallversorgung Rettungsstellen entlasten


Kabinett will mit Reform der Notfallversorgung Rettungsstellen entlasten
Kabinett will mit Reform der Notfallversorgung Rettungsstellen entlasten / Foto: © AFP/Archiv

Die Bundesregierung will die Zahl der in den Rettungsstellen der Krankenhäuser behandelten Fälle deutlich reduzieren und damit die Kliniken entlasten. Das Kabinett beschloss am Mittwoch eine Reform der Notfallversorgung, die unter anderem vorsieht, dass die Nummer der Kassenärztlichen Vereinigung, die 116117, künftig die Notrufnummer 112 entlastet, indem bereits dort eine erste Einschätzung erfolgt.

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Außerdem sollen in ganz Deutschland an ausgewählten Krankenhäusern sogenannte Integrierte Notfallzentren aufgebaut werden. Sie sollen aus einer zentralen Ersteinschätzungsstelle, einer Notdienstpraxis und schließlich der Notaufnahme eines Krankenhauses bestehen. Ziel ist es, Behandlungen ambulant vorzunehmen, ohne die Notaufnahme zu belasten. In den Notdienstpraxen sollen auch Medikamente für den akuten Bedarf verordnet werden dürfen.

Diese Maßnahmen sollen letztlich dazu führen, "kostenintensive Fehlinanspruchnahmen der Notaufnahmen der Krankenhäuser und des Rettungsdienstes" zu vermeiden, wie das Bundesgesundheitsministerium betonte. Das trage insgesamt zu einer Entlastung des Gesundheitssystems bei.

In den Rettungsstellen werden derzeit jährlich etwa 13 Millionen Fälle akut versorgt. Berichten zufolge soll die Reform zu 1,2 Millionen weniger Patientinnen und Patienten führen und perspektivisch über eine Milliarde Euro im Jahr sparen.

(S.A.Dudajev--DTZ)

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