Deutsche Tageszeitung - US-Präsident Trump schließt Atomwaffen-Einsatz gegen Iran aus

US-Präsident Trump schließt Atomwaffen-Einsatz gegen Iran aus


US-Präsident Trump schließt Atomwaffen-Einsatz gegen Iran aus
US-Präsident Trump schließt Atomwaffen-Einsatz gegen Iran aus / Foto: © AFP

US-Präsident Donald Trump hat den Einsatz einer Atomwaffe gegen den Iran ausgeschlossen. "Nein, ich würde sie nicht einsetzen", sagte Trump am Donnerstag vor Journalisten im Weißen Haus. "Warum sollte ich eine Atomwaffe einsetzen, wenn wir sie auf ganz konventionelle Weise auch ohne dezimiert haben?", fügte Trump hinzu. "Eine Atombombe sollte niemals von irgendjemandem eingesetzt werden dürfen", stellte der US-Präsident klar.

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Trump hatte am 7. April mit einer drastischen Drohung gegen den Iran für große Empörung gesorgt: "Eine ganze Zivilisation wird heute Nacht sterben und niemals wieder zum Leben erweckt werden", warnte Trump. Vizepräsident JD Vance wiederum sagte, die USA hätten im Konflikt mit dem Iran "Werkzeuge im Kasten, deren Einsatz wir bisher noch nicht beschlossen haben." Das Weiße Haus bestritt daraufhin, dass Vance dem Iran mit dem Einsatz von Atomwaffen gedroht habe.

Kurz darauf stimmten Washington und Teheran einer zweiwöchigen Waffenruhe zu, die Trump am Dienstag auf unbestimmte Zeit verlängerte.

Trump sagte am Donnerstag im Weißen Haus, er strebe einen Iran "ohne eine Atomwaffe" an, mit der Teheran versuchen könne, "eine unserer Städte oder den gesamten Nahen Osten in die Luft zu sprengen".

Irans Atomprogramm ist ein zentraler Knackpunkt bei den Verhandlungen über ein mögliches Ende des Krieges. Westliche Staaten werfen dem Iran seit Jahren vor, nach Atomwaffen zu streben, was Teheran bestreitet. Nach Angaben der Internationalen Atomenergiebehörde (IAEA) ist der Iran das einzige Land ohne eigene Atomwaffen, das Uran auf 60 Prozent anreichert.

Die USA hatten letztmals im Zweiten Weltkrieg Atomwaffen eingesetzt. Sie warfen im August 1945 Atombomben auf die japanischen Städte Hiroshima und Nagasaki ab und töteten damit etwa 214.000 Menschen.

(V.Varonivska--DTZ)

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