Deutsche Tageszeitung - US-Vertreter: Washington wird Putin zu G20-Gipfel in den USA einladen

US-Vertreter: Washington wird Putin zu G20-Gipfel in den USA einladen


US-Vertreter: Washington wird Putin zu G20-Gipfel in den USA einladen
US-Vertreter: Washington wird Putin zu G20-Gipfel in den USA einladen / Foto: © AFP

Die US-Regierung wird einem US-Regierungsvertreter zufolge den russischen Präsidenten Wladimir Putin zum diesjährigen G20-Gipfel in Miami im US-Bundesstaat Florida einladen. "Alle G20-Mitglieder werden eingeladen, an den Ministertreffen und dem Gipfel der Staats- und Regierungschefs teilzunehmen", erklärte ein ranghoher Vertreter der US-Regierung am Donnerstag. US-Präsident Donald Trump äußerte später jedoch Zweifel an einer Teilnahme des Kreml-Chefs.

Textgröße ändern:

Von einem Journalisten darauf angesprochen schien Trump über eine mögliche Einladung an Putin im Unklaren. "Ich weiß nicht, ob er kommt", sagte Trump und fügte hinzu: "Um ehrlich zu sein, bezweifle ich, dass er kommen würde." Zugleich brachte er seine Unterstützung für die Einbeziehung Putins zum Ausdruck: "Wenn er käme, wäre das wahrscheinlich sehr hilfreich", sagte der US-Präsident.

Trump erneuerte außerdem seine Kritik an dem früheren US-Präsidenten Barack Obama dafür, Russland aus der damaligen G8 als Reaktion auf Russlands Invasion der Ostukraine im Jahr 2014 ausgeschlossen zu haben. "Präsident Putin, er war davon sehr beleidigt, zu Recht", sagte der US-Präsident.

Trump hatte Putin im August des vergangenen Jahres im US-Bundesstaat Alaska empfangen. Seit seiner Rückkehr ins Weiße Haus im vergangenen Jahr hat der US-Präsident sich an den Kreml-Chef angenähert. Wiederholt hat er dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj die Schuld für einen ausbleibenden Frieden in der Ukraine gegeben, weil dieser sich weigert, ukrainische Gebiete an Russland abzutreten.

Russische Staatsmedien berichteten derweil von einer Einladung an Russland zu dem G20-Gipfel am 14. und 15. Dezember in Miami. Moskau sei auf "höchster Ebene" zu dem Treffen eingeladen worden, zitierte die russische staatliche Nachrichtenagentur Ria Novosti den russischen Vize-Außenminister Alexander Pankin. Kreml-Sprecher Dmitri Peskow erklärte, Putin habe noch nicht entschieden, ob er teilnehmen werde. "Solche Entscheidungen sind noch nicht getroffen worden", sagte er vor Journalisten in Moskau. Putin hat seit 2019 nicht mehr an einem G20-Gipfel teilgenommen, zunächst wegen der Corona-Pandemie und später aufgrund des Ukraine-Krieges.

(V.Korablyov--DTZ)

Empfohlen

Rentendebatte: Senioren-Union distanziert sich von Merz

Der Bundesvorsitzende der Senioren-Union in der CDU hat sich von den Renten-Äußerungen von Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) distanziert. "Der Senioren-Union ist wichtig, dass jeder, der 45 Jahre gearbeitet und Beiträge gezahlt hat, spürbar mehr als die Grundsicherung im Alter erhält, selbst, wenn er nur Mindestlohn erhalten hat", sagte der Vorsitzende der Senioren-Union, Hubert Hüppe, den Zeitungen des Redaktionsnetzwerks Deutschland (RND, Freitagsausgaben).

US-Präsident Trump schließt Atomwaffen-Einsatz gegen Iran aus

US-Präsident Donald Trump hat den Einsatz einer Atomwaffe gegen den Iran ausgeschlossen. "Nein, ich würde sie nicht einsetzen", sagte Trump am Donnerstag vor Journalisten im Weißen Haus. "Warum sollte ich eine Atomwaffe einsetzen, wenn wir sie auf ganz konventionelle Weise auch ohne dezimiert haben?", fügte Trump hinzu. "Eine Atombombe sollte niemals von irgendjemandem eingesetzt werden dürfen", stellte der US-Präsident klar.

Trump: Waffenruhe zwischen Israel und dem Libanon um drei Wochen verlängert

US-Präsident Donald Trump hat eine Verlängerung der Waffenruhe zwischen Israel und dem Libanon bekanntgegeben. "Die Waffenruhe zwischen Israel und dem Libanon wird um drei Wochen verlängert werden", erklärte Trump am Donnerstag in seinem Onlinedienst Truth Social. Der US-Präsident hatte zuvor Vertreter der beiden Länder zu Gesprächen in Washington empfangen.

Trump: Habe anders als Teheran beim Iran-Krieg "alle Zeit der Welt"

Die USA haben nach den Worten von Präsident Donald Trump keine Eile, den Iran-Krieg zu beenden - im Gegensatz zu Teheran. "Ich habe alle Zeit der Welt", erklärte Trump am Donnerstag in Onlinediensten. Teheran habe diese Zeit dagegen "nicht". Nach den ersten Explosionen in Teheran seit Inkrafttreten einer Waffenruhe erklärten israelische Sicherheitskreise, dass Israel den Iran derzeit nicht angreife. Die USA verlegten unterdessen einen dritten Flugzeugträger in die Region.

Textgröße ändern: