Deutsche Tageszeitung - Gefechte in Mali: Auswärtiges Amt ruft deutsche Staatsbürger zu äußerster Vorsicht auf

Gefechte in Mali: Auswärtiges Amt ruft deutsche Staatsbürger zu äußerster Vorsicht auf


Gefechte in Mali: Auswärtiges Amt ruft deutsche Staatsbürger zu äußerster Vorsicht auf
Gefechte in Mali: Auswärtiges Amt ruft deutsche Staatsbürger zu äußerster Vorsicht auf / Foto: © UGC/AFP

Angesichts der heftigen Gefechte zwischen der Armee und bewaffneten Angreifern in Mali hat das Auswärtige Amt in Berlin deutsche Staatsbürger in dem westafrikanischen Krisenstaat zu äußerster Vorsicht aufgerufen. "Deutschen Staatsangehörigen wird empfohlen, an einem sicheren Ort zu bleiben und Mali auf dem Luftweg zu verlassen, wenn die Sicherheitslage dies zulässt und der Flugbetrieb wieder aufgenommen wurde", hieß es in der Nacht zu Sonntag in den aktualisierten Reise- und Sicherheitshinweisen.

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Das Auswärtige Amt warnte zugleich vor Ausreisen über Land, da die Nationalstraßen "derzeit Ziele von Angriffen terroristischer Gruppen" seien. Der internationale Flughafen in der malischen Hauptstadt Bamako ist den Angaben zufolge derzeit geschlossen.

Außerdem sei am Samstag zunächst für die kommenden 72 Stunden für Bamako eine Ausgangssperre von 21.00 Uhr abends bis 06.00 Uhr morgens ausgerufen worden. Auch für andere Regionen des Landes seien Ausgangssperren in Kraft. Das Auswärtige Amt verwies überdies auf seine Reisewarnung für Mali.

Die malischen Streitkräfte hatten am Samstag erklärt, "terroristische Gruppen" hätten am frühen Morgen Kasernen und andere Punkte in Bamako und weiteren Landesteilen angegriffen. Später teilte das Militär mit, die Situation sei "unter Kontrolle", mehrere "Terroristen" seien "neutralisiert" worden.

Die Tuareg-Rebellengruppe FLA erklärte allerdings auf der Onlineplattform Facebook, sie habe "die Kontrolle" über die Stadt Kidal übernommen. Gefechte wurden auch aus Gao, der größten Stadt im Norden Malis, und der Ortschaft Sévaré gemeldet.

Mali wird seit vielen Jahren von massiver Gewalt erschüttert. Die seit zwei Putschen in den Jahren 2020 und 2021 herrschenden Militärs sehen sich unter anderem mit einer Rebellion islamistischer Extremisten konfrontiert, die immer wieder Anschläge und Angriffe auf Regierungstruppen verüben. Auch sind kriminelle Banden in dem Land aktiv.

Die Angriffe auf Regierungstruppen am Samstag hatten nach Einschätzung von Beobachtern aber eine neue Qualität. "Wir haben es mit einer riesigen koordinierten Offensive im ganzen Land zu tun, wie wir es seit 2012 nicht mehr gesehen haben, als die Regierung das halbe Land verloren hat", sagte Charlie Werb vom Sicherheitsberatungsunternehmen Aldebaran Threat Consultants der AFP.

(V.Varonivska--DTZ)

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