Deutsche Tageszeitung - US-Präsident Trump: Angreifer hatte mehrere Waffen und wollte töten

US-Präsident Trump: Angreifer hatte mehrere Waffen und wollte töten


US-Präsident Trump: Angreifer hatte mehrere Waffen und wollte töten
US-Präsident Trump: Angreifer hatte mehrere Waffen und wollte töten / Foto: © AFP

Nach dem Schusswaffenangriff beim traditionellen Korrespondenten-Dinner in Washington hat US-Präsident Donald Trump dem mutmaßlichen Täter Mordabsichten vorgeworfen. Der Schütze habe "mehrere Waffen" gehabt und sei ein "Möchtegern-Mörder", sagte Trump am Samstagabend (Ortszeit) bei einer Pressekonferenz im Weißen Haus etwa zwei Stunden nach dem Vorfall. Der US-Präsident fügte hinzu, nach seinem Eindruck sei der Schütze ein "einsamer Wolf", also ein Einzeltäter.

Textgröße ändern:

Von den Schüssen in einem Kontrollbereich außerhalb des Festsaals war laut Trump ein Sicherheitsbeamter getroffen worden. Dieser habe aber dank seiner kugelsicheren Weste überlebt. Zuvor hatte Trump erklärt, die Sicherheitskräfte vor Ort hätten einen "fantastischen Job" gemacht und "schnell und mutig" gehandelt.

Trump sagte weiter, bei dem Washingtoner Hilton-Hotel, in dem das Dinner der White House Correspondents Association (WHCA) am Samstagabend stattfand, handele es sich "nicht um ein besonders sicheres Gebäude". In dem Hotel, in dem seit seiner Eröffnung im Jahr 1965 immer wieder bedeutende politische Veranstaltungen stattfanden, hatte 1981 der damalige US-Präsident Ronald Reagan bei einem Mordanschlag eine Schusswunde erlitten.

Trump nahm am Samstag das erste Mal an dem jährlichen Korrespondenten-Dinner teil. Die Schüsse fielen, kurz bevor er das Wort ergreifen sollte, in einem Kontrollbereich außerhalb des Festsaals. Der US-Präsident und seine Frau Melania wurden rasch von Sicherheitskräften abgeschirmt und in Sicherheit gebracht. Auch Vize-Präsident JD Vance und alle anderen beteiligten Kabinettsmitglieder überstanden den Vorfall nach Trumps Angaben unversehrt.

Trump war im Juli 2024 während des Wahlkampfes für seine zweite Amtszeit knapp einem Attentat entgangen, als ihn ein 20 Jahre alter Schütze im Bundesstaat Pennsylvania äußerst knapp verfehlte. Die Kugel verletzte Trump damals nur leicht am Ohr. Ein Zuschauer starb, der Schütze wurde vom Secret Service erschossen.

Mitte September 2024 ereignete sich ein weiterer Zwischenfall, als sich am Rand von Trumps Golfplatz ein Mann mit einem Gewehr im Gebüsch versteckte. Der 58-Jährige wurde festgenommen und später wegen versuchten Mordes zu lebenslanger Haft verurteilt.

(U.Kabuchyn--DTZ)

Empfohlen

"Heat"-Regisseur Michael Mann verletzt sich versehentlich mit Schusswaffe

Hollywood-Regisseur Michael Mann ist berühmt für spektakuläre Schusswechsel in Thrillern wie "Heat" und "Collateral". Jetzt hat sich der 83-jährige Filmemacher selbst versehentlich mit einer Schusswaffe leicht verletzt. Wie Manns Agent am Sonntag mitteilte, löste sich an einem Schießstand in Los Angeles ein Schuss aus einer Waffe, die der Regisseur im Halfter trug. Mann habe eine "oberflächliche Verletzung" erlitten und sei medizinisch behandelt worden.

Ukraine-Krieg: Feuerpause in Stadt Oleschky zu Ende gegangen

Die sechstägige Feuerpause in der russisch besetzten südukrainischen Stadt Oleschky ist zu Ende gegangen. "Die vom 27. Oktober bis zum 1. November geltende Waffenruhe ist beendet", erklärte der ukrainische Menschenrechtsbeauftragte Dmytro Lubinez am Sonntagabend. Die Feuerpause sei ein "wichtiger Schritt in unseren gemeinsamen humanitären Bemühungen" gewesen. Er arbeite nun mit der russische Menschenrechtsbeauftragten Jana Lantratowa an weiteren humanitären Initiativen, erklärte Lubinez.

Offener Streit bei US-Demokraten in Michigan vor Kongresswahl

Kurz vor den wichtigen US-Kongresswahlen werden die oppositionellen Demokraten im wichtigen Bundesstaat Michigan von internen Kämpfen erschüttert. Die demokratische Abgeordnete Haley Stevens, die ihrem linksgerichteten Parteikollegen Abdul El-Sayed in einer Senats-Vorwahl unterlegen war, stellte sich am Sonntag hinter den Senatskandidaten der Republikaner von Präsident Donald Trump.

Kongresswahl: Trump scheitert mit Präventiv-Klage zu Namensvettern in Alaska

US-Präsident Donald Trump ist mit einem höchst ungewöhnlichen Versuch gescheitert, den Ausgang einer Senatswahl im Bundesstaat Alaska im Fall einer Niederlage der Republikaner zu blockieren. Bundesrichterin Sharon Gleason wies am Sonntag eine Klage ab, in der das Justizministerium eine Blockade der Zertifizierung des Wahlausgangs bei einem Sieg der oppositionellen Demokraten forderte.

Textgröße ändern: