Deutsche Tageszeitung - Iranischer Außenminister fliegt zu Gesprächen mit Putin nach Russland

Iranischer Außenminister fliegt zu Gesprächen mit Putin nach Russland


Iranischer Außenminister fliegt zu Gesprächen mit Putin nach Russland
Iranischer Außenminister fliegt zu Gesprächen mit Putin nach Russland / Foto: © POOL/AFP/Archiv

In den diplomatischen Bemühungen um ein Ende des Iran-Krieges wird der iranische Außenminister Abbas Araghtschi mit dem russischen Präsidenten Wladimir Putin zusammentreffen. Das Gespräch finde in St. Petersburg statt, schrieb der iranische Botschafter in Moskau, Kasem Dschalali, am Sonntagabend im Onlinedienst X. In seinem "diplomatischen Dschihad mit dem Ziel, die Interessen des Landes voranzubringen, und unter Bedrohungen von Außen" werde Araghtschi mit Putin beraten, schrieb Dschalali.

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Zuvor hatte die iranische Nachrichtenagentur Isna den Botschafter mit den Worten zitiert, Araghtschi werde Putin am Montag "während seines Besuchs in Moskau" treffen. Bei seinen Gesprächen mit russischen Regierungsvertretern gehe es um "den Stand der Verhandlungen, die Waffenruhe und damit zusammenhängende Entwicklungen".

Das russische Außenministerium bestätigte der Nachrichtenagentur RIA Nowosti, Araghtschi werde zu Gesprächen in Moskau erwartet. Später bestätigte die russische staatliche Nachrichtenagentur Tass das geplante Treffen zwischen Putin und Araghtschi unter Berufung auf Kreml-Sprecher Dmitri Peskow.

Araghtschi hatte am Samstag und am Sonntag Gespräche mit Regierungsvertretern in Pakistan geführt, das in den Bemühungen um ein Ende des Iran-Kriegs als Vermittler auftritt. Dazwischen war der iranische Außenminister für einen Kurzbesuch nach Oman geflogen. US-Präsident Donald Trump hatte eine Reise seiner Unterhändler Steve Witkoff und Jared Kushner zu möglichen neuen Verhandlungen in Islamabad am Samstag kurzfristig abgesagt.

Die iranische Nachrichtenagentur Fars berichtete am Sonntag, der Iran habe über den Vermittler Pakistan "schriftliche Nachrichten" an die US-Regierung übermittelt. Darin gehe es um "rote Linien der Islamischen Republik Iran, darunter Atom-Fragen und die Straße von Hormus". Diese Nachrichten seien jedoch nicht Gegenstand von Verhandlungen, hieß es bei Fars weiter.

Pakistan hatte vor rund zwei Wochen bereits Gespräche zwischen Vertretern Irans und der USA in Islamabad ausgerichtet, die jedoch ohne Ergebnis blieben. Begonnen hatte der Krieg mit Angriffen Israels und der USA auf den Iran am 28. Februar. Derzeit gilt eine Waffenruhe.

(V.Varonivska--DTZ)

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