Deutsche Tageszeitung - Verdacht auf Spionage an Gleisen nahe Kaserne: Durchsuchungen in Nordrhein-Westfalen

Verdacht auf Spionage an Gleisen nahe Kaserne: Durchsuchungen in Nordrhein-Westfalen


Verdacht auf Spionage an Gleisen nahe Kaserne: Durchsuchungen in Nordrhein-Westfalen
Verdacht auf Spionage an Gleisen nahe Kaserne: Durchsuchungen in Nordrhein-Westfalen / Foto: © AFP/Archiv

Wegen des Verdachts auf mögliche Spionageaktivitäten an Bahngleisen nahe einer Kaserne in Nordrhein-Westfalen haben Ermittler am Dienstag zwei Objekte durchsucht. Die Ermittlungen richten sich gegen einen 43-jährigen Litauer aus Detmold, wie die Polizei in Bielefeld und die Dortmunder Staatsanwaltschaft mitteilten. Auslöser der Ermittlungen war der Fund einer Kamera im September 2025 an Bahngleisen in Minden.

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Das Gerät war in etwa fünf Metern Höhe an einem Lichtmast im Bereich von Bahngleisen angebracht. Es sei so positioniert gewesen, dass "neben dem Personenverkehr grundsätzlich auch Gleise des Güterverkehrs" erfasst werden konnten, hieß es.

Die Kamera befand sich zudem in der Nähe des deutsch-britischen Pionierbrückenbataillons 130. Daher könne nicht ausgeschlossen werden, dass die Kamera auch den Zweck verfolgte, über die militärische Einrichtung Informationen zu erlangen.

Durchsucht wurden der Wohnort und die Arbeitsstelle des Verdächtigen in Detmold und Bad Salzuflen. Die Ermittlungen laufen wegen des Anfangsverdachts der Agententätigkeit zu Sabotagezwecken. Hinweise auf mögliche Auftraggeber oder Hintergründe der mutmaßlichen Ausspähung lagen nicht vor. Die Durchsuchungen dauerten zunächst an.

Das deutsch-britische Pionierbrückenbataillon 130 ist in der Herzog-von-Braunschweig-Kaserne in Minden stationiert. Nach Angaben der Bundeswehr verfügt es als einziges Bataillon innerhalb der Nato über das Schwimmbrückensystem M3, mit dem provisorische Brücken über Flüsse und Gewässer für Fahrzeuge und Truppen gebaut werden können.

(G.Khurtin--DTZ)

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