Deutsche Tageszeitung - Trump bei Staatsbankett mit Charles III.: Iran ist "militärisch besiegt"

Trump bei Staatsbankett mit Charles III.: Iran ist "militärisch besiegt"


Trump bei Staatsbankett mit Charles III.: Iran ist "militärisch besiegt"
Trump bei Staatsbankett mit Charles III.: Iran ist "militärisch besiegt" / Foto: © AFP

Bei einem Staatsbankett zu Ehren des britischen Königs Charles III. im Weißen Haus hat US-Präsident Donald Trump seine Behauptung wiederholt, die USA hätten den Iran bezwungen. "Wir haben diesen speziellen Gegner militärisch besiegt", sagte Trump am Dienstag (Ortszeit). "Charles stimmt mir sogar noch mehr zu, als ich es selbst tue, wir werden diesen Gegner niemals eine Atomwaffe besitzen lassen."

Textgröße ändern:

Im Iran-Krieg hatte es zuletzt immer wieder deutliche Differenzen zwischen den USA und den Europäern gegeben. Ausgelöst worden war der Krieg durch Angriffe der USA und Israels auf den Iran am 28. Februar. Teheran reagierte mit Angriffen auf Israel sowie auf mehrere Golfstaaten und US-Einrichtungen in der Golfregion.

König Charles III. und Königin Camilla waren am Montag in Washington eingetroffen. Am Dienstag wurden sie am Weißen Haus mit militärischen Ehren und 21 Kanonenschüssen offiziell empfangen. Die Beziehungen zwischen London und Washington sind derzeit eigentlich sehr angespannt. Trump äußerte sich wiederholt stark verärgert über die Weigerung der britischen Regierung von Premierminister Keir Starmer, die USA und Israel beim Iran-Krieg zu unterstützen.

Am Dienstag hielt Charles seine mit Spannung erwartete Rede vor dem US-Kongress. Darin rief der die USA zum Zusammenhalt mit ihren westlichen Verbündeten auf. Kein Land könne die großen Herausforderungen der heutigen Zeit "alleine bewältigen", sagte er. Großbritannien und die USA könnten sich auch nicht "auf vergangenen Errungenschaften ausruhen". "Welche Differenzen und Meinungsverschiedenheiten es auch zwischen uns geben mag, wir stehen zusammen in unserem Engagement für die Bewahrung der Demokratie", sagte Charles in seiner gut halbstündigen Rede vor beiden Parlamentskammern.

(P.Vasilyevsky--DTZ)

Empfohlen

Treffen in Brüssel geplant: EU will mit Taliban-Vertretern über Abschiebungen beraten

Die EU will Vertreter der radikalislamischen Taliban-Regierung zu Gesprächen in Brüssel über Abschiebungen nach Afghanistan einladen. Ein Treffen auf "technischer Ebene mit den De-facto-Behörden in Afghanistan" werde derzeit vorbereitet, sagte ein Sprecher der EU-Kommission am Montag der Nachrichtenagentur AFP.

Oberstes US-Gericht erlaubt Postversand von Abtreibungspille vorerst weiter

In den USA dürfen Abtreibungspillen mit dem Wirkstoff Mifepriston vorerst weiter per Post versandt werden: Das Oberste Gericht in Washington setzte die Entscheidung eines US-Berufungsgerichts zum einstweiligen Stopp des Postversands am Montag für weitere drei Tage aus. Damit können die Abtreibungspillen nun vorerst bis Donnerstag per Post verschickt werden.

Spahn plädiert für pauschale Kürzung aller Subventionen um fünf Prozent

Unionsfraktionschef Jens Spahn (CDU) hat vor den Beratungen des Koalitionsausschusses eine pauschale Kürzung von Subventionen und Steuervergünstigungen zur Finanzierung einer Steuerreform ins Spiel gebracht. "Ich persönlich komme immer mehr dahin, dass eine pauschale Kürzung, ein pauschales Abschmelzen bei allen Subventionen und Steuervergünstigungen um fünf Prozent der richtige Weg ist, das sind auch schon Milliarden", sagte Spahn im Podcast des Portals "Table.Briefings".

Mehr als 70 Labour-Abgeordnete fordern Starmer zum Rücktritt auf

Nach dem Wahldebakel seiner Labour-Partei bei den Kommunal- und Regionalwahlen wächst der Druck auf den britischen Premierminister Keir Starmer. Bis Montagabend stellten sich mehr als 70 Labour-Abgeordnete gegen den Regierungschef und forderten seinen Rücktritt. Außenministerin Yvette Cooper und Innenministerin Shabana Mahmood riefen Starmer britischen Medien zufolge auf, für einen geordneten Machtwechsel zu sorgen.

Textgröße ändern: