Deutsche Tageszeitung - Bericht: Trump will Iran mit Seeblockade zur Aufgabe von Atomprogramm zwingen

Bericht: Trump will Iran mit Seeblockade zur Aufgabe von Atomprogramm zwingen


Bericht: Trump will Iran mit Seeblockade zur Aufgabe von Atomprogramm zwingen
Bericht: Trump will Iran mit Seeblockade zur Aufgabe von Atomprogramm zwingen / Foto: © AFP/Archiv

Angesichts des Stillstands in den Verhandlungen um das iranische Atomprogramm will US-Präsident Donald Trump einem Medienbericht zufolge die Führung in Teheran durch eine lange Blockade der iranischen Häfen zum Einlenken bewegen. Trump habe Vertreter der nationalen Sicherheitsbehörden angewiesen, sich auf eine lang andauernde Blockade iranischer Häfen vorzubereiten, wie die US-Zeitung "Wall Street Journal" unter Berufung auf ungenannte Regierungsmitarbeiter berichtete.

Textgröße ändern:

Trump soll dem Bericht zufolge bei einer Besprechung im Weißen Haus am Montag entschieden haben, dass sowohl eine Wiederaufnahme der Bombardierungen als auch ein Zurückziehen der USA aus dem Iran-Krieg zu riskant wären. Der US-Präsident sagte demnach, dass die US-Marine stattdessen weiterhin die iranischen Öl-Exporte beschränken würde - bis Teheran in alle Forderungen Washingtons einwillige. Demnach glaubt der US-Präsident nicht, dass die iranische Führung ehrlich verhandele. Er hoffe darauf, dass Teheran dazu gezwungen werden könne, die Urananreicherung für 20 Jahre auszusetzen und danach strenge Einschränkungen zu akzeptieren.

Trump hatte am Dienstag versichert, der Iran sei im Krieg mit den USA und Israel bezwungen. "Wir haben diesen speziellen Gegner militärisch besiegt", sagte der US-Präsident in Washington. Er fügte hinzu: "Wir werden diesen Gegner niemals eine Atomwaffe besitzen lassen."

Die USA und Israel hatten Ende Februar mit Luftangriffen den Iran-Krieg begonnen. Teheran reagierte darauf mit Raketen- und Drohnenangriffen auf Israel sowie auf mehrere Golfstaaten und US-Einrichtungen in der Region. Vor allem Energieinfrastruktur wurde dabei schwer beschädigt. Auch die Blockade der Straße von Hormus stellt Staaten weltweit vor Probleme: Seit Kriegsbeginn ist die für die weltweiten Öl- und Flüssiggastransporte wichtige Meerenge durch das iranische Militär de facto weitgehend gesperrt. Der Ölpreis stieg steil an. Die USA wiederum blockieren ihrerseits iranische Häfen.

(P.Tomczyk--DTZ)

Empfohlen

Trump: Russland sollte mit Ukraine "ein Abkommen schließen"

US-Präsident Donald Trump hat Russland zu einer Vereinbarung mit Kiew zur Beendigung des Ukraine-Kriegs aufgefordert. "Russland sollte ein Abkommen schließen", sagte Trump am Rande des G7-Gipfels am Dienstag im französischen Evian. Er bestätigte, dass er den ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj in Evian bereits getroffen habe, ein weiteres Gespräch bei dem Gipfel mit ihm sei geplant.

Nach Wahldebakel: Doppelspitze soll SPD in Baden-Württemberg führen

Nach dem historisch schlechten Ergebnis für die SPD bei der Landtagswahl in Baden-Württemberg stellt sich die Partei an ihrer Spitze neu auf. Bei einer Mitgliederbefragung stimmten 56,5 Prozent für eine Doppelspitze aus Isabel Cademartori und Robin Mesarosch, wie die Landespartei in Stuttgart am Dienstag mitteilte. Das Duo soll nun dem Landesparteitag am Freitag und Samstag in Ulm zur Wahl als Landeschefin und Landeschef vorgeschlagen werden.

Französischer Inlandsgeheimdienst beendet Zusammenarbeit mit US-Unternehmen Palantir

Der französische Inlandsgeheimdienst beendet seine Zusammenarbeit mit dem umstrittenen US-Tech-Unternehmen Palantir. "Wir können im digitalen Bereich keine neuen strategischen Abhängigkeiten akzeptieren", sagte Premierminister Sébastien Lecornu am Dienstag in einem in Onlinediensten verbreiteten Video. Lecornu kündigte an, Frankreich werde 655 Millionen Euro in die Entwicklung eines eigenen Systems basieren, das auf Künstlicher Intelligenz (KI) beruhe.

US-Armee plant Errichtung von Waffenlager in Australien

Die US-Armee plant den Aufbau eines Waffenlagers für das Marine Corps an der Südostküste Australiens. Das geht aus Ausschreibungsunterlagen hervor, die der Nachrichtenagentur AFP vorliegen. US-Beamte bestätigten die Planungen.

Textgröße ändern: