Deutsche Tageszeitung - Merz: Transatlantische Partnerschaft liegt mir besonders am Herzen

Merz: Transatlantische Partnerschaft liegt mir besonders am Herzen


Merz: Transatlantische Partnerschaft liegt mir besonders am Herzen
Merz: Transatlantische Partnerschaft liegt mir besonders am Herzen / Foto: © AFP

Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) hat im Streit mit US-Präsident Donald Trump über den Iran-Krieg die Bedeutung des deutsch-amerikanischen Verhältnisses betont. Ihm liege "diese transatlantische Partnerschaft besonders am Herzen", sagte Merz am Donnerstag bei einem Besuch des Heeres im niedersächsischen Munster. Auch die gestiegenen deutschen und europäischen Verteidigungsausgaben seien "ein Beitrag zu einer erneuerten transatlantischen Partnerschaft".

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Zum Iran-Krieg sagte der Kanzler, dass die iranische Blockade der Straße von Hormus jetzt schnell beendet werden müsse. "Wenn Hormus blockiert bleibt, hat das massive wirtschaftliche Schäden für uns alle." Der Kanzler kündigte zugleich an: "Wenn die entsprechenden Voraussetzungen gegeben sind, dann steht Deutschland bereit, sich auch militärisch zu engagieren, um die Freiheit der Seewege zu gewährleisten."

Der Iran müsse an den Verhandlungstisch kommen, forderte Merz. "Er darf nicht länger die ganze Region und letztendlich die ganze Welt zur Geisel nehmen." Das militärische Nuklearprogramm des Iran müsse beendet werden. Und es dürfe auch keine Angriffe mehr gegen Israel und andere deutsche Partner in der Region geben.

"Zu allen diesen Fragen stehen wir in einem engen und vertrauensvollen Kontakt mit unseren Partnern auch und gerade in Washington", bekräftigte der Kanzler. "Wir tun das im gemeinsamen transatlantischen Interesse, wir tun es mit gegenseitigem Respekt und fairer Lastenteilung."

Deutschland folge dabei einem klaren Kompass, sagte Merz. Dieser bleibe "auf eine starke Nato und eine verlässliche transatlantische Partnerschaft ausgerichtet".

Trump hatte am Mittwoch eine mögliche Reduzierung der US-Truppenstärke in Deutschland in Aussicht gestellt. "Die USA prüfen und evaluieren derzeit eine mögliche Verringerung der Truppenpräsenz in Deutschland", erklärte Trump am Mittwoch in seinem Onlinedienst Truth Social. Eine Entscheidung solle "in Kürze getroffen werden". Merz hatte zuvor mit Kritik am Iran-Krieg den Unmut Trumps auf sich gezogen.

(M.Dylatov--DTZ)

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